72 Stunden voller Körpereinsatz

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Die Jugendlichen bilden eine Kette, um mit Wasserbausteinen ein Fundament anzulegen. Darauf soll bis Sonntag ein Kanu-Anleger in Treppenform gebaut werden.

WERDOHL - Sie buddeln, schleppen, stapeln Steine und bekommen nasse Füße: Freitag begann der Arbeitseinsatz für die Teilnehmer der 72-Stunden-Aktion. Bis Sonntagachmittag haben die Jugendlichen Zeit, zwei Kanu-Anlegestellen an der Lenne zu bauen.

Von Laila Weiland

Ein leuchtend blauer Bauwagen und viele junge Menschen in knallgrünen T-Shirts machen schon von weitem auf das fleißige Treiben auf dem Parkplatz vor dem Rathaus aufmerksam. Nachdem sie am Donnerstag vom stellvertretenden Bürgermeister Dirk Middendorf ihre Aufgabe bekommen hatten, schritten die Mitglieder der Pfadfinder St. Michael und die Messdiener Freitagmorgen um neun Uhr zur Tat.

Die Neuenrader Firma Ossenberg rückte zum Arbeitsbeginn mit schwerem Gerät an: Ein Bagger ließ große Wasserbausteine in die Lenne und ebnete den Boden im Uferbereich an der Stelle, wo ab morgen eine sechs Meter breite Treppe den Zugang für Kanuten erleichtern soll. Die Stufen werden besonders flach und tief sein und den Höhenunterschied zwischen der Uferböschung und dem Fluss überbrücken.

Dann mussten die Jugendlichen anpacken: Sie füllten die Lücken mit kleineren Wasserbausteinen. Andere waren derweil mit der Beschaffung von weiterem Baumaterial beschäftigt. Mit großen Transportern fuhren sie zu den Firmen, die ihnen zugesagt hatten, Material zu sponsern, und brachten dieses zur Baustelle.

Wieder andere waren weiterhin auf Sponsorensuche und baten im Namen des Projektes um Unterstützung. Die Sponsorfirmen werden auf einem Banner verewigt, welches direkt neben dem 72-Stunden-Aktions-Plakat am Bauzaun angebracht wird. Unverzichtbar zeigte sich auch die Hilfe der engagierten Eltern, die die fleißigen Arbeiter mit Essen versorgen.

Bis 18 Uhr waren die Jugendlichen im Einsatz – bis dahin war ein Fundament aus Wasserbausteinen geschaffen worden und die Vorbereitungen für eine Betondecke abgeschlossen. Eine Abordnung der älteren Teilnehmer verbrachte die Nacht bei Vergölst, um ihr Projekt rund um die Uhr im Auge zu haben. Samstagfrüh geht es dann für alle weiter.

Während am Rathaus die Jugendlichen bereits Steine schleppten, bereitete der Bagger am Standort des zweiten Anlegers den Boden vor. Dort muss keine Treppe errichtet werde, da das Ufer recht flach abfällt: Ein Podest wird den Kanuten den Zugang zur Lenne ermöglichen.

Eine große Abschlussfeier werde es erst in der kommenden Woche geben, sagten die Organisatoren. Dann sollen die Anlegestellen offiziell eingeweiht werden.

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