Verwirrte Werdohlerin verschenkt ihr ganzes Geld

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Werdohl - Eine offensichtlich verwirrte Frau hat in der vergangenen Woche in der Werdohler Innenstadt scheinbar wahllos große Mengen Geld verschenkt. Ihre Kinder versuchen nun, den Schaden, den sie sich dadurch selbst zugefügt hat, einzugrenzen.

„Sie hat wahllos hohe Geldbeträge an Bekannte, Freunde, Kinder und sogar an für sie vollkommen fremde Menschen verteilt“, berichteten Schwiegersohn und Tochter der 60-jährigen Werdohlerin, die aus Scham anonym bleiben möchten, was sich vor allem am Donnerstag, 16. Februar, zugetragen haben soll. Die Frau habe hohe Summen gespendet und vielen Angestellten in Geschäften übermäßig hohe Trinkgelder gezahlt und sei sogar böse geworden, wenn jemand das Geld nicht habe annehmen wollen.

„Was unsere Mutter leider nicht wahrgenommen hat, war, dass sie ihre gesamte Altersvorsorge verschenkt hat. Davon ist nun leider nichts mehr übrig“, schildert eine Tochter, welche Folgen das ungewöhnliche Verhalten hat.

Sie versucht nun, zusammen mit ihrer Schwester, den Schaden zu minimieren, indem sie an das Gewissen der Beschenkten appelliert. Die beiden Schwestern hoffen, dass sich Menschen, denen ihre Mutter ihre Ersparnisse geschenkt hat, an die Geschehnisse erinnern und die Geldgeschenke zurückgeben. „Sie können so helfen, die Zukunft unserer Mutter zu retten“, erklären die Kinder der verwirrten Frau.

Wer das erhaltene Geld zurückgeben möchte, kann es in einem verschlossenen Umschlag in der Redaktion des Süderländer Volksfreunds in Werdohl (Freiheitstraße 24) hinterlegen, die es dann an die Kinder der 60-Jährigen weiterreicht. „Die Rückgabe kann anonym erfolgen oder aber mit Angabe von Namen und Anschrift, damit wir uns persönlich bedanken können und eventuell noch weitere Informationen über unsere Mutter bekommen“, erklären die Kinder. Die Redaktion kann auch einen Kontakt zu der Familie vermitteln.

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