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Arbeit in der Fremde: Über 5000 Werdohler pendeln zur Arbeit

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Von: Kerstin Zacharias

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Viele Werdohler müssen täglich nach Lüdenscheid pendeln, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen. Seit der Sperrung der A45-Rahmedetalbrücke ist dies häufig eine Geduldsprobe – wie hier auf der Brunsbecker Straße im Bereich der Autobahn-Abfahrt.
Viele Werdohler müssen täglich nach Lüdenscheid pendeln, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen. Seit der Sperrung der A45-Rahmedetalbrücke ist dies häufig eine Geduldsprobe – wie hier auf der Brunsbecker Straße im Bereich der Autobahn-Abfahrt. © nougrigat

Nicht nur Anwohner leiden seit fast einem Jahr unter der Sperrung der A45 bei Lüdenscheid, auch viele Berufspendler sind davon betroffen. Und das sind wahrlich nicht wenige, wie der aktuelle Pendleratlas von Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt offenbart. Insgesamt rund 200 000 Menschen täglich pendelten im Jahr 2021 in den Märkischen Kreis oder gehörten zu denen, die innerhalb des Kreises oder darüber hinaus ihren Arbeitsplatz hatten.

Da bilden auch die Menschen aus Werdohl keine Ausnahme: Wie aus dem Zahlenwerk hervorgeht, pendelten die meisten der 5132 Werdohler, die nicht vor Ort in der Stadt an Lenne und Verse arbeiteten, nach Lüdenscheid (1546). 894 fahren täglich nach Plettenberg, 518 nach Neuenrade. Etwas weniger Arbeitnehmer – insgesamt 4724 – pendeln täglich nach Werdohl ein. Zu den Top-3 gehörten dabei 828 Neuenrader, 804 Lüdenscheider und 525 Plettenberger.

Die 11 195-Einwohner-Stadt Balve begrüßte im Vorjahr insgesamt 1858 Einpendler, die meisten davon aus Menden (337), Neuenrade (287) und Sundern (284). Auch 32 Dortmunder, zwölf Bochumer und elf Mescheder kamen regelmäßig nach Balve zum Arbeiten. Die 4069 Balver Auspendler arbeiteten vornehmlich in Neuenrade (645), Menden (486) und Iserlohn (446). 22 Balver mussten für den Job sogar nach Bielefeld, 65 nach Unna und 88 nach Dortmund.

Ihren Wohnort, aber nicht ihren Arbeitsort in Neuenrade hatten im Vorjahr laut Statistik 3852 Menschen. Sie fuhren hauptsächlich nach Werdohl (828), Plettenberg (591) und Lüdenscheid (572). Einpendler gab es insgesamt 2684. Die meisten kamen aus Balve (645), Werdohl (518) und Plettenberg (219).

In der Vier-Täler-Stadt Plettenberg gab es in 2021 mehr Ein- (6206) als Auspendler (4965). Dabei kamen die Einpendler hauptsächlich aus Werdohl (894), Lüdenscheid (803) und Herscheid (739). In Lüdenscheid arbeiteten 973 Plettenberger, in Attendorn 609 und in Herscheid 552.

Aus Herscheid pendelten beruflich bedingt im vergangenen Jahr fast doppelt so viele Arbeitstätige aus (2779) wie ein (1566). 947 von ihnen fuhren zum Arbeitsort Lüdenscheid, 739 nach Plettenberg und 158 nach Werdohl. 37 Herscheider arbeiteten in Dortmund, 21 in Olpe. Bei den Einpendlern handelte es sich hauptsächlich um Personen, die in Plettenberg (552), Lüdenscheid (407) und Werdohl (103) wohnten. Aber auch aus Bergneustadt (12) und Finnentrop (11) kamen nach Herscheid.

Da bilden auch die Menschen aus dem Lennetal keine Ausnahme: Wie aus dem Zahlenwerk hervorgeht, gab es in Altena im vergangenen Jahr insgesamt 4467 Einpendler. Davon kamen 1034 aus Lüdenscheid, 573 aus Iserlohn und 380 aus Werdohl in die Burgstadt. Die insgesamt 5451 Altenaer Auspendler arbeiteten vorrangig in Lüdenscheid (1699), Iserlohn (719) und Werdohl (456). Der wohl weiteste Weg, den Altenaer im Jahr 2021 laut Pendleratlas zum Job zurücklegten, war der nach Dortmund: 176 Altenaer pendelten regelmäßig dorthin.

Mit einer Anzahl von 848 Einpendlern gehört die Doppelgemeinde Nachrodt-Wiblingwerde zu jenen Kommunen, in die nicht ganz so viele Menschen von außerhalb einpendeln: Die meisten von ihnen kamen dabei aus Iserlohner (234), Altena (193) und Hagen (112) – und belegen somit die Top-Plätze. Dafür pendeln aus der Gemeinde mehr als dreimal so viele Menschen aus – insgesamt 2603. Sie arbeiteten vornehmlich in Iserlohn (538), Lüdenscheid (496) und Altena (378). Einen weiten Hin- und Rückweg zur Arbeitsstelle, nämlich jeweils mehr als 70 Kilometer, mussten 16 Nachrodt-Wiblingwerder auf sich nehmen, um zum Arbeitsort Münster zu gelangen.

Nach Lüdenscheid zur Arbeit fuhren 2021 laut Pendleratlas weitaus mehr Menschen als in den Jahren zuvor. Nach der Erhebung der Landesstatistiker zählte man für das Jahr 24 229 Einpendler. Überwiegend handelte es sich dabei um Erwerbstätige aus Halver (1725), Hagen (1724) und Altena (1699). Dem gegenüber standen insgesamt 12 833 Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider, die im Berichtszeitraum auspendelten. Sie hatten ihren Arbeitsort meist in Halver (1355), Schalksmühle (1191) und Altena (1034).

Ein Blick in den Nordkreis zeigt: Was die Zahlen der Einpendler angeht, belegt Iserlohn die Spitzenposition in der Statistik des Märkischen Kreises. Von den insgesamt 24 575 Berufspendlern im Vorjahr kamen die meisten aus Hemer (4891), Menden (3979) und Hagen (3188). Aber auch 194 aus Hamm und 538 aus Lüdenscheid mussten beruflich regelmäßig in die Waldstadt. Die 21 181 Iserlohner Auspendler hatten zumeist ihren Arbeitsort in Hagen (4285), Hemer (3242) oder Dortmund (2009). 216 Iserlohner arbeiteten in Essen. Hemer belegt im Zahlenwerk des Statistischen Landesamt den dritten Platz unter den Top-Einpendlerstädten des Kreises. Direkt hinter Hemer als Top-3-Einpendlerstadt im MK platziert sich die Nachbarkommune Menden. 8772 Menschen aus dem Kreis und darüber hinaus arbeiteten 2021 dort.

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