50.000 Euro für die Sprachförderung

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Claudia Nitschke ist die Sprachförderkraft der Kita Wunderkiste in Ütterlingsen.

Werdohl - Gute Nachrichten für zwei Werdohler Kindertagesstätten: Jeweils 25.000 Euro bekommen das Awo-Familienzentrum Sonnenschein und die städtische Kita Wunderkiste auch im kommenden Jahr für die Sprachförderung.

Die beiden Kitas nehmen an dem Programm „Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration“ teil, das durch das Bundesfamilienministerium gefördert wird. „Eigentlich sollte das zum Ende des laufenden Jahres eingestellt werden“, sagte Hilmar Heimann von der Stadtverwaltung.

Wie die heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser mitteilt, soll das Programm nun aber im kommenden Jahr fortgesetzt werden, sodass die teilnehmenden Kitas bis Ende 2015 Fördergelder bekommen. Rund 100 Millionen Euro investiere das Familienministerium zusätzlich in die frühkindliche Sprachförderung, schreibt Voßbeck-Kayser in einer Pressemitteilung. So könne „die erfolgreiche sprachpädagogische Arbeit, die 2011 begonnen hat, durch die Erzieher, Sprachexperten und zusätzliche Fachkräfte fortgeführt werden“.

In der Werdohler Kita Wunderkiste in Ütterlingsen hat Erzieherin Claudia Nitschke Fortbildungen besucht und sich zur Sprachförderkraft qualifiziert. „Es ist sinnvoll, wenn diese Aufgabe jemand übernimmt, der die Kollegen und die Kinder schon kennt“, findet Nitschke. Zwar ist die Sprachförderung in erster Linie für die Unter-Dreijährigen gedacht, aber alle Mädchen und Jungen der Kita Wunderkiste profitieren davon. Denn Claudia Nitschke übt nicht nur selbst mit den Kindern, sondern gibt das Wissen aus ihren Fortbildungen auch an die Kolleginnen weiter. „Sprachförderung findet bei uns von morgens bis abends statt“, fasst Leiterin Sandra Koch zusammen.

Damit Claudia Nitschke sich auf ihre Aufgabe konzentrieren kann, finanziert die Stadt Werdohl mit den Fördermitteln des Bundes eine Erzieherin, die Nitschkes frühere Aufgaben übernimmt. In der Awo-Kita Sonnenschein war wegen der Ferienzeit niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Er gehe jedoch davon aus, dass dieser Kindergarten das ähnlich handhabe wie die Wunderkiste, sagte Hilmar Heimann.

Die Förderung durch das Familienministerium begann im April 2011. Für dieses Jahr bekamen die Kitas jeweils 18.750 Euro, für die Jahre 2012 bis 2014 jeweils die volle Fördersumme von 25.000 Euro. Auch im Jahr 2015 wird diese Summe ausgezahlt. „Das ist eine gute Sache, weil wir insbesondere in Ütterlingsen einen hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund haben“, freute sich Heimann über die Fortsetzung des Förderprogramms.

Dieser Anteil sei schließlich auch ein Kriterium gewesen für die Auswahl der Kindergärten, die teilnehmen dürfen. „Kindern, in deren Familien hauptsächlich eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wird, wird die deutsche Sprache sehr differenziert beigebracht“, sagte der Verwaltungsmitarbeiter der Abteilung Jugend. Die Sprachförderkräfte seien didaktisch geschult, sodass die Mädchen und Jungen besonders gut lernen könnten. „Das ist wirklich hervorragend, was in den Einrichtungen läuft“, lobte Heimann die Erzieherinnen. - Von Constanze Raidt

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