5000 Kilometer für die Katzen

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Die Mitglieder des Tierschutzvereins um Vorsitzenden Uwe Loske trafen sich zur Jahreshauptversammlung. Sylvia Hermes aus Plettenberg (links) wurde zur Beisitzerin gewählt.

Werdohl - Das jüngste Sommerfest, Facebook und die Kastrationspflicht waren die Themen der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins Werdohl-Neuenrade am Dienstag im Haus Werdohl.

Vorsitzender Uwe Loske sagte in seinem Bericht, dass das Fest ein großer Erfolg gewesen sei, an die 200 Gäste habe man empfangen. Auch der Tag der offenen Tür 2013 wurde erwähnt, dieser sei gut angenommen worden. Weiter kam die Internetpräsenz der Tierschützer zur Sprache, hier verwies Loske auf die Facebook-Seite des Vereins, die bereits 976 Likes habe. Interessierte würden über dieses Medium mit aktuellen Nachrichten versorgt, so Loske. Besonderes Thema im Bericht des Vorsitzenden war die Kastrationspflicht von Katzen, die in Werdohl nur bei „Gefahr im Verzug“ gelte. Um jedoch Leid von den Tieren abzuwenden, sei eine allgemeine Kastrationspflicht und damit die Eindämmung der Streuner von Nöten.

Danach berichtete die zweite Vorsitzende Marlies Ruth aus der Tierschutzarbeit und präsentierte zunächst einige Zahlen. So habe man im Jahr 2013 insgesamt 120 Tiere aufgenommen und versorgt. Bei dieser Tätigkeit hätten die Helfer 5000 Kilometer mit eigenen Autos zurückgelegt, um zum Einsatzort oder zum Tierarzt zu kommen. Immer häufiger werde auch Hilfe in Nachbarstädten wie Balve oder Plettenberg benötigt, da es dort keine Tierschutzorganisation gebe.

Nach dem Bericht der Geschäftsführerin und der Kassenprüfer sowie der Entlastung des Vorstandes kam es zur Wahl der neuen Beisitzer. Loske schlug Jutta Rinke und Sylvia Hermes vor, Gegenvorschläge gab es dabei nicht. Beide Kandidaten wurden einstimmig in den Vorstand gewählt, Rinke in Abwesenheit. Zum Schluss diskutierten die Tierfreunde das neue Jagdgesetz. Hier wurde das Verbot des willkürlichen Abschießens von Haustieren begrüßt, nach eigenen Recherchen seien im vergangenen Jahr 10 000 Katzen getötet worden, so der Vorsitzende.

Von Julian Kühn

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