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2G und 2G-plus: Musikschüler arrangieren sich mit neuen Corona-Regeln

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Von: Maximilian Birke

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Isabelle Pischel ist Leiterin der Musikschule Lennetal. Sie nimmt nicht wahr, dass wegen der Corona-Regeln viele Schüler dem Unterricht fernbleiben.
Isabelle Pischel ist Leiterin der Musikschule Lennetal. Sie nimmt nicht wahr, dass wegen der Corona-Regeln viele Schüler dem Unterricht fernbleiben. © Maximilian Birke

Die Arbeit in der Musikschule Lennetal hat sich durch die Corona-Pandemie verändert. Mit der jüngsten Schutzverordnung hat es erneut Anpassungen gegeben.

Lennetal – Die Lernenden bleiben der Musikschule aber trotz aller Regeln treu, sagt Isabelle Pischel. Die Leiterin der Musikschule berichtet: „Wenn jemand fehlt, liegt das meist an Krankheitsfällen. Nicht daran, dass sich jemand nicht testen lassen möchte oder nicht geimpft ist.“

Ausfälle würden sich insgesamt in Grenzen halten. Im Unterricht in den Grundschulen sei aber verstärkt spürbar, dass sich derzeit mehr Kinder anstecken oder als Kontaktpersonen in Quarantäne müssen.

„Die Klassen sind kleiner, das merkt man schon“, sagt Pischel. Die Grundschulen besuchen die Dozenten vor allem im Rahmen des Jekits-Programms. Das soll Kindern das Instrumentalspiel, Tanzen oder Singen ermöglichen, unabhängig von ihren persönlichen Voraussetzungen. So stellt die Musikschule unter anderem die Instrumente zur Verfügung.

Für den Unterricht in der Musikschule selbst gibt es einiges zu beachten. In den einzelnen Altersgruppen müssen verschiedene Anforderungen erfüllt sein. So gelten für die Teilnahme am Musikschulunterricht grundsätzlich Maskenpflicht und die 2G-Regel. Die Schüler müssen also zweimal geimpft oder genesen sein. In der Coronaschutzverordnung gibt es allerdings den Zusatz, dass der Nachweis erst ab dem 16. Lebensjahr vorzulegen ist. Bis einschließlich 15 Jahren werden die Schüler automatisch den immunisierten Personen zugeordnet.

Ab 16 Jahren sind 2G-Nachweise erforderlich, die – wie die Vorschriften allgemein – von der jeweiligen Lehrkraft genau kontrolliert werden. Wenn die Schüler beim Musizieren keine Maske tragen können, brauchen sie zudem einen Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, erklärt Isabelle Pischel.

Das ist beispielsweise bei Gesangsunterricht oder bei Blasinstrumenten der Fall. Ausgenommen sind hier wiederum die 16- und 17-Jährigen, sofern sie sich von ihrer Schule bescheinigen lassen, dass sie regelmäßig getestet werden. Geboosterte erfüllen die 2G-plus-Regel ebenfalls.

Sollte jemand die Anforderungen für den Musikschulunterricht nicht erfüllen, hat er in Absprache mit der Lehrkraft die Möglichkeit auch Angebote des Distanzunterrichts wahrzunehmen. Technisch ist das im zweiten Pandemie-Jahr keine große Herausforderung mehr. Allerdings stellen digitale Lösungen derzeit eher die Ausnahme dar. Die meisten Schüler fehlen aufgrund von Krankheit und können dann natürlich auch zu Hause den Unterricht nicht wahrnehmen.

Die Coronabestimmungen, die sich regelmäßig ändern, stellen auch für die Musikschule durchaus eine Herausforderung dar. „Man muss leider mehr an Verordnungen als an Musikschulsachen denken“, sagt Isabelle Pischel. Sie schaue beispielsweise regelmäßig in die Schutzverordnung, um wichtige Änderungen im Blick zu behalten.

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