1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Werdohl

2G-Bereiche in Kantinen: So handeln die großen Unternehmen in Werdohl

Erstellt:

Von: Carla Witt

Kommentare

In den Kantinen in den größeren Unternehmen in Werdohl wie Kracht, VDM oder Vossloh, wird es weiterhin keine getrennten Bereiche für Geimpfte und Ungeimpfte geben.
In den Kantinen in den größeren Unternehmen in Werdohl wie Kracht, VDM oder Vossloh, wird es weiterhin keine getrennten Bereiche für Geimpfte und Ungeimpfte geben. © dpa

„Die Einrichtung eines 2G-Bereichs ist für unsere Kantine kein Thema“, erklärt Heiko Zahn, Geschäftsführer der Kracht GmbH in Werdohl.

Zuvor hatten einige große Konzerne in Nordrhein-Westfalen angekündigt, künftig für Geimpfte und vom Coronavirus Genesene eigene Bereiche in Kantinen oder Cafeterias einrichten zu wollen. Doch nicht nur für die Kracht GmbH ist das kein Thema, mit VDM-Metals und Vossloh nehmen auch weitere große Unternehmen in der Stadt an Lenne und Verse Abstand von 2G-Bereichen.

„In unserer Kantine essen 30, maximal 40 Personen. Die Tische stehen weit genug auseinander“, unterstreicht Heiko Zahn. Somit erübrige sich ein Bereich ausschließlich für Geimpfte und Genesene. Allerdings genießen geimpfte Kracht-Mitarbeiter dennoch mehr Freiheiten als diejenigen, die sich nicht immunisieren lassen wollen. „Wer geimpft und bereit ist, das auch bekannt zu geben, der erhält eine Kennzeichnung auf seinem Mitarbeiterausweis“, berichtet der Geschäftsführer. Diese Mitarbeiter müssten dann keinen Mund-Nase-Schutz tragen, wenn sie im Gebäude an der Gewerbestraße unterwegs sind. „Wer seinen Impfstatus nicht preisgeben möchte oder nicht geimpft ist, trägt eben weiterhin Maske“, so Zahn.

Task-Force hat sich mit dem Thema beschäftigt

Die Frage, ob die Mitarbeiter der VDM-Werke in Werdohl und Altena künftig einen 2G-Bereich in den Kantinen aufsuchen können, wurde am Mittwochvormittag thematisiert. „Unsere Task-Force hat sich unter anderem damit beschäftigt und diskutiert“, berichtete Philipp Verbnik, Sprecher bei VDM Metals. Allerdings habe man beschlossen, keinen 2G-Bereich einzurichten. „Das ließe sich mit Blick auf die zur Verfügung stehenden Räume auch nicht umsetzen“, stellt Verbnik fest. Selbstverständlich gebe es Hygienemaßnahmen in der Kantine, auch gelte die Maskenpflicht. Zudem gebe es Zeitfenster, innerhalb der die Mitarbeiter der einzelnen Abteilung jeweils zum Essen kommen sollten, um zusätzliche Kontakte zu vermeiden. Verbnik: „Das hat bisher sehr gut funktioniert, dabei wollen wir bleiben.“

Auch die Vossloh Fastening Systems GmbH plant momentan keinen 2G-Bereich in der Kantine „Gleis 1“. „Die Impfquote unserer Belegschaft liegt derzeit bei mindestens über 80 Prozent. Unser Pandemiestab arbeitet weiter und konsequent an der Erhöhung der Impfquote“, erklärt Nina Greitemann, die für Personalangelegenheiten im Unternehmen zuständig ist. Das Hygienekonzept des Pandemiestabs umfasse seit mehreren Monaten unter anderem, das alle externen Besucher des Werksgeländes ausnahmslos einen Selbsttest am Empfang durchführen müssten – unabhängig davon, ob sie geimpft sind oder nicht. „So konnten wir bereits mehrere Break-Through-Fälle, also positiv getestete, geimpfte Personen, entdecken“, unterstreicht Nina Greitemann.

Für externe Gäste weiterhin geschlossen

Im „Gleis 1“ setze man darüber hinaus auf Abstand und zusätzliche Hygienemaßnahmen. Für öffentliche Gäste sei die Kantine deshalb auch weiterhin nicht zugänglich.

Auch interessant

Kommentare