250 000 Euro Investition ins McDonalds-Restaurant

McDonalds-Betreiber Ulrich Wienkötter bespricht die Umbaupläne mit dem Auszubildenden Amir Ferchichi.

WERDOHL ▪ Eine Viertelmillion Euro steckt Franchise-Nehmer Ulrich Wienkötter in das McDonalds-Restaurant an der Gildestraße. Schon am Wochenende soll nach zwei Wochen Umbauzeit der Innenbereich wieder nutzbar sein. Derzeit müssen die Gäste im Zelt auf dem Parkplatz essen.

Die Investitionssumme ist happig, gerade für eines der kleineren Restaurants der Kette, noch dazu in einem strukturschwachen Gebiet wie die Gildestraße. Ulrich Wienkötter ist sich der Problematik voll bewusst, hat sich aber dennoch für den Umbau entschieden. Wienkötter ist in der „Company“, wie er McDonalds nennt, groß geworden. Dreizehn Jahre war der Diplom-Ingenieur und Architekt in der Expansionsabteilung beschäftigt. Nahezu alle Restaurants in der Gegend hat er mitgestaltet und aufgebaut, Verhandlungen mit den Städten über Baurecht und Bauplanungsrecht geführt. Das Hauptquartier von McDonalds sitzt in Düsseldorf, der Mühlheimer Wienkötter war Mitglied der Geschäftsführung.

2003 stieg er in der Company um und wurde zum Franchise-Nehmer. Seitdem betreibt er fünf Restaurants im Namen von McDonalds, aber auf eigene Rechnung. Die McDonalds-Geschäfte in Ennepetal, Schwelm und Wuppertal gehören ihm, im Märkischen Kreis sind es der Lüdenscheider Standort und seit 2006 das Haus in Werdohl. Wienkötter hatte es von Uli Hiemer übernommen, der es 2001 an der Gildestraße eröffnete. Als Franchise-Nehmer ist Wienkötter mit seiner UWI Systemgastronomie e.K. Mieter der Immobilie, das Haus bleibt im Besitz der Company. Für den Betrieb, das Personal und die technische Ausstattung ist der Franchise-Nehmer zuständig. In seinen fünf Restaurants beschäftigt Wienkötter 230 Mitarbeiter in Teil- und Vollzeit, in Werdohl sind es knapp 40. In jedem Geschäft werden pro Ausbildungsjahr zwei Azubis beschäftigt. Bei McDonalds können die jungen Leute entweder Fachkraft für Systemgastronomie werden oder den höher angesiedelten Abschluss als Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie erwerben. Es handelt sich dabei um eine kaufmännische Ausbildung mit Waren- und Personalwirtschaft. Höchstwahrscheinlich können alle elf Azubis in die Company übernommen werden.

Vor zwei Jahren hat Wienkötter schon die gesamte Küche und die Verkaufstheke (bei McDonalds ist das der „Counter“) umbauen lassen. Jetzt war die Auffrischung der „Lobby“ (der Gastraum), des Außenbereiches und der Fassade samt Dach nötig.

Als Franchise-Nehmer konnte er zwischen verschiedenen Designs wählen, entschieden hat er sich für „Lim Edge“: Warme Farben mit Brauntönen, Holzdekor, weiche Linienführung. Das kräftige Rot ist komplett verschwunden, das Dach ist jetzt grün. 76 Sitzplätze entstehen so in der Lobby, neun Plätze im neuen Kindergeburtstagsraum und weitere 60 auf der Terrasse.

Mit Hochdruck wird gerade an der Inneneinrichtung gearbeitet, die soll bis heute Abend so weit sein, dass am Wochenende die Lobby wieder in Betrieb genommen werden kann. Die Abnahme durch Vertreter der Company ist Mitte kommender Woche vorgesehen.

Wienkötter hatte im Vorfeld des Umbaus Kontakt zur Werdohler Marketing-Gesellschaft aufgenommen. Dem Unternehmer aus Mühlheim ist vor allem an einem positiven Umfeld an der Gildestraße gelegen. Er sieht das Gewerbegebiet als „Appendix“ der Stadt, ein wenig einsam und verlassen fühlten sich die Unternehmen dort. Wünschenswert wäre ein Discounter als Frequenzbringer für das ganze Gebiet. Wienkötter: „Im Augenblick sind wir hier der Magnet, die Gäste kommen gezielt zu uns.“ Von einem Discounter könnten alle Händler im Gewerbegebiet profitieren, meint Wienkötter, sieht aber auch die begrenzten Einflussmöglichkeiten der Stadt.

Volker Heyn

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