Darum haben Hobbykünstler Tag und Nacht durchgemalt

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Während des 24-Stunden-Malens im Atelier Kögel an der Neuenrader Straße sind 207 „kleine Originale“ entstanden. Sie sind ab heute für einen guten Zweck in der Volksbank zu erwerben.

Werdohl - „Die 24 Stunden haben wir super geschafft“, bilanzierte Annette Kögel am Sonntagmittag. Gerade war der Mal-Marathon in ihrem Atelier an der Neuenrader Straße zu Ende gegangen. „Beinahe hätte aus der Aktion auch im wahrsten Sinne des Wortes ein Marathon werden können.

Ursprünglich waren nämlich mal 42 Stunden geplant“, so Annette Kögel. Das sei ihr dann aber doch zu lang gewesen.

Die Idee hinter der Aktion: innerhalb von 24 Stunden sollten, unterstützt von der Volksbank in Südwestfalen, möglichst viele „kleine Originale“ entstehen.

Am Ende sind es 207 Motive geworden. Sie werden ab heute in der Volksbank-Filiale nicht nur zu sehen, sondern für einen Betrag von 10 Euro auch käuflich zu erwerben sein. Von den Erlösen soll eine Wildblumenwiese im Stadtgebiet angelegt werden. Wo genau diese entstehen soll, konnte Bürgermeisterin Silvia Voßloh noch nicht genau sagen.

Bürgermeisterin malt auch mit

Die Erste Bürgerin der Stadt hat sich auch selbst an der Aktion beteiligt und bis 22 Uhr insgesamt vier „kleine Originale“ gestaltet.

Mitmachen durfte jeder, der in der Vergangenheit schon mal einen Malkurs bei Annette Kögel besucht hatte. In diesem Sinne fand sich mit der „Donnerstags-Gruppe“ eine Reihe von Künstlerinnen zusammen, die sich in ihrer Motivwahl komplett dem Tierreich verschrieben hatten.

„Schwarzer Hund auf schwarzem Grund“

„Ich bin ein Hundefan und viel in der Natur unterwegs“, so Andrea Hüge. Und so entstand nicht nur das Bild eines Vierbeiners in einer völlig neuen Maltechnik („schwarzer Hund auf schwarzem Grund“), sondern auch Bilder mit Hirschen, Flamingos oder einem Schwan.

Letzteren brachte Nina Lueg aufs Papier. Ihr Naturbild ist im Übrigen in einer größeren Version bereits in einem Bushäuschen zu sehen. Die 15-Jährige war zudem die jüngste Teilnehmerin des 24-Stunden-Malens.

Eine Nacht mit wenig Schlaf

Auch wenn sich die Organisatorin in der Nacht auf Sonntag ein wenig Schlaf gegönnt hat, war das Atelier durchgängig besetzt. „Zwischen 5 und 7 Uhr in der Früh waren wir mit drei Personen zwar nur in einer Minimalbesetzung unterwegs“, so Kögel.

Ansonsten seien aber zu jeder Tages- und Nachtzeit bis zu zehn Personen gleichzeitig mit der Motivauswahl und dem Malen beschäftigt gewesen.

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