B 236: Darum verschiebt sich die Sperrung erneut

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Werdohl/Plettenberg - Die eigentlich bereits ab Montag, 1. Juli, geplante Vollsperrung der Bundesstraße 236 zwischen Werdohl und Plettenberg verschiebt sich um mehrere Wochen.

Das gab der Verteilnetzbetreiber Westnetz jetzt auf Anfrage unserer Zeitung in einer Pressemitteilung bekannt. Zur Umstellung des Erdgasnetzes von L-Gas auf das höherwertige H-Gas, die derzeit etappenweise in vielen Teilen Deutschlands vorgenommen wird, möchte der Strom- und Gasverteiler mit Firmensitz in Dortmund in Teindeln einen neuen Netzkopplungspunkt schaffen, der die bestehende Gashochdruckleitung der Open Grid Europe GmbH mit der Hochdruckleitung von Westnetz verbindet. Dazu ist der der Neubau einer Gasdruckregel- und Messstation sowie die Anbindung dieser Station an das bestehende Netz erforderlich. 

Um dieses Vorhaben zu realisieren, entsteht in den kommenden zwei Jahren auf einer Länge von 1800 Metern eine neue Leitungsanbindung von der Einmündung „In der Lothmecke“ auf Werdohler Stadtgebiet bis zum Schieberkreuz in Plettenberg-Teindeln. 

Fehlende Genehmigung

Ursprünglich sollten die Arbeiten und damit die Sperrung bereits ab Mitte Juni beginnen. Nach einer ersten Verschiebung durch Westnetz auf nächste Woche kommt es nun zu weiteren Verzögerungen. Grund ist laut Wieland Dierks „die noch ausstehende verkehrsrechtliche Genehmigung“ durch den Märkischen Kreis. Voraussichtlich solle nun ab Ende Juli gearbeitet werden. Über den genauen Zeitpunkt werde das Unternehmen „proaktiv informieren“. 

Auf einer Länge von 1800 Metern erfolgt eine neue Leitungsanbindung von der Einmündung „In der Lothmecke“ auf Werdohler Stadtgebiet (rechts) bis zum Schieberkreuz in Plettenberg-Teindeln (links im Plan zu sehen).

Bis dahin bleibt die B 236 in diesem Bereich weiterhin uneingeschränkt befahrbar und auch die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) verschiebt die ab Montag vorgesehenen Umleitungen der betroffenen Linien (darunter auch der Schulbusverkehr) zunächst auf unbestimmte Zeit. Zumindest die Baustelle soll laut Westnetz in den kommenden Tagen aber schon einmal eingerichtet werden. Voraussichtlich bis Mitte/Ende Oktober wird die Bundesstraße nach jetzigem Stand der Planungen ab Ende kommenden Monats zwischen „In der Lothmecke“ und dem Möbelgeschäft Roller auf Plettenberger Seite komplett für den Verkehr gesperrt. Der Zugang zum Geschäft sei aber jederzeit gewährleistet. 

Umleitungen werden eingerichtet

Für die Verkehrsteilnehmer werden Umleitungen ausgeschildert und führen von Werdohl über Neuenrade, Küntrop, Langenholthausen, Amecke, Allendorf und Hüttebrüchen nach Plettenberg. Befahren werden darf der Baustellenbereich, der beidseitig mit einer schaltbaren Schranke versperrt wird, ausschließlich von Polizei-, Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen. 

„Die Vollsperrung ermöglicht uns eine schnellere Bauausführung, die mittelfristig dem Durchgangsverkehr und den Anwohnern Vorteile verschafft“, wird Westnetz-Projektleiter Norman Halft in der Mitteilung zitiert. „Durch die enge Talsenke ergibt sich zur projektierten Trassenführung keine Alternative“, so Halft weiter.

Das Unternehmen

Die Westnetz GmbH ist der Verteilnetzbetreiber für Strom und Gas im Westen Deutschlands. Westnetz betreibt mit 5100 Mitarbeitern eine Vielzahl von Netzen unterschiedlicher Eigentümer. Sie ist ein unabhängiger Verteilnetzbetreiber und stellt die Gas- und Stromnetze allen Marktteilnehmern diskriminierungsfrei zur Verfügung. Westnetz verantwortet Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von 182 000 Kilometern Stromnetz und 24 000 Kilometern Gasnetz.

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