23-Jährige zur Vollbremsung gezwungen

WERDOHL -   Eine 23-jährige Duisburgerin fuhr am 7. Juni um 23.20 Uhr auf der Bundesstraße 236 von Altena nach Werdohl. In Höhe Wilhelmsthal fiel ihr ein Fahrzeug auf, das unangemessen knapp auffuhr. „Ich hätte den Kofferraum aufmachen und den Fahrer fragen können, ob er einen Kaffee möchte“, schilderte die junge Frau am Dienstag im Amtsgericht Altena die Situation.

Sie selbst habe sich im Rahmen der vorgeschriebenen 70 Stundenkilometer gehalten – möglicherweise sei das dem nachfolgenden Fahrer ja zu langsam gewesen. Irgendwann habe dieser sie dann überholt und sei knapp vor ihr wieder eingeschert. Dadurch sei sie zu einer Vollbremsung gezwungen worden, berichtete die Zeugin. Der fremde Fahrer stieg aus. Was er wollte, mochte die Zeugin, die mit ihrem damaligen Freund im Auto saß, gar nicht wissen: „Hätten wir die Zentralverriegelung nicht runter gemacht, hätten die sich noch geprügelt.“ Der Angeklagte tat sich sehr schwer mit einer vernünftigen Antwort auf die Frage, warum er so knapp vor der Zeugin gebremst und diese zum Anhalten gezwungen hatte. Gute Gründe gab es dafür offenbar nicht. Weil er das scheinbar einsah, erklärte sich der 24-Jährige einverstanden mit einer Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldauflage. 500 Euro kann die Justizkasse auf diese Art verbuchen.

Von Thomas Krumm

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare