Bis 2040: So verändern sich Werdohl, Neuenrade und Balve

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Die Einwohnerschaft der Städte im Kreis wird in den kommenden Jahren im Schnitt immer älter. Davon betroffen sind auch Werdohl, Neuenrade und Balve.

Werdohl/Neuenrade/Balve - Nur etwa jede dritte Stadt und Gemeinde in NRW kann in den nächsten 20 Jahren mit einem Bevölkerungszuwachs rechnen. Zwei Drittel werden voraussichtlich schrumpfen. Auch Werdohl, Neuenrade und Balve gehören zu den Verliererkommunen.

In 119 der 373 kreisangehörigen Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen wird die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2040 steigen, während in 254 Gemeinden Rückgänge zu erwarten sind. Das geht aus der aktuellen Modellrechnung zur zukünftigen Bevölkerungsentwicklung in den NRW-Kommunen hervor, die das Statistische Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen jetzt vorgelegt hat. Demnach wird die Bevölkerung des Landes von 17,91 Millionen im Jahr 2018 bis zum Jahr 2040 um 0,9 Prozent auf rund 18,08 Millionen ansteigen. Wachsen werden aber vor allem die Metropolen wie Köln, Düsseldorf oder Münster, während der ländliche Raum Einwohner verlieren wird. 

Die Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis werden den Statistikern zufolge allesamt verlieren, allerdings unterschiedlich stark. Der Märkische Kreis insgesamt verliert mit 12,6 Prozent seiner Einwohner sogar landesweit am stärksten und soll im Jahr 2040 nur noch 361 400 Einwohner zählen. Auch der Hochsauerlandkreis (-10,4 Prozent) steht auf der Verliererseite. 

Werdohl schrumpft um 7,3 Prozent

Die Modellrechnungen, die IT.NRW im Auftrag der Landesregierung durchgeführt hat, zeigen für alle Städte und Gemeinden des Landes die zukünftige Bevölkerungsentwicklung für die Jahre von 2018 bis 2040 (jeweils zum Stichtag 1. Januar). 

Die Bevölkerungszahl von Werdohl soll den Vorausberechnungen zufolge bis zum 2040 um 7,3 Prozent sinken. Demnach hätte die Stadt an Lenne und Verse in 20 Jahren nur noch 16 523 Einwohner, also rund 1200 weniger als derzeit. Die Verluste sind über die jüngeren Altersgruppen ziemlich gleichmäßig verteilt. Nur in der Gruppe der Werdohler unter 19 Jahren ist der Rückgang mit 14,2 Prozent etwas größer. Einen Anstieg prognostizieren die Statistiker für die Altersgruppe 65 Jahre und älter: Der Anteil dieser Senioren wird um 11,9 Prozent steigen. 

Neuenrade und Balve altern noch drastischer

Drastischer werden Neuenrade und Balve altern. So sagen die Statistik-Experten für Neuenrade einen Anstieg der Über-65-Jährigen in den nächsten 20 Jahren um 45,7 Prozent voraus, während der Anteil der Unter-19-Jährigen um 18,2 Prozent sinken wird. Und die Zahl der Neuenrader im erwerbsfähigen Alter (19 bis 65 Jahre) wird um 18,2 Prozent sinken. Nach den Erwartungen der Statistiker wird die Gesamtbevölkerung Neuenrades bis 2040 um 10,2 Prozent auf nur noch 10 474 Personen sinken. 

Noch etwas stärker soll der demografische Wandel Balve treffen. Neuenrades Nachbarstadt muss mit einem Bevölkerungsrückgang von 12,5 Prozent auf dann nur noch 10 020 Personen rechnen. Der Anteil der Unter-19-Jährigen wird um rund ein Fünftel sinken, die Zahl der Balver im erwerbsfähigen Alter von 19 bis 65 Jahren um 27,7 Prozent zurückgehen. Die Zahl der Balver, die im Jahr 2040 65 Jahre und älter sind, wird um 39,3 Prozent höher sein als derzeit.

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