Schlusslicht

Bis 2040: MK soll um knapp zehn Prozent schrumpfen

Werdohl/Märkischer Kreis - Unter allen 53 kreisfreien Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen geht die Zahl der Privathaushalte bis 2040 im Märkischen Kreis mit 9,9 Prozent am stärksten zurück. Dies geht aus einer aktuellen Modellrechnung hervor.

Unter allen 53 kreisfreien Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen geht die Zahl der Privathaushalte bis 2040 im Märkischen Kreis mit 9,9 Prozent am stärksten zurück. Dies geht aus einer aktuellen Modellrechnung hervor, die Information und Technik NRW als Statisches Landesamt in dieser Woche veröffentlicht hat. So wird die Zahl der Privathaushalte im Märkischen Kreis laut der Modellrechnung von zuletzt 200 100 bis 2040 kontinuierlich um mehr als 20 000 auf noch 180 300 zurückgehen.

Dieser Rückgang betrifft ausnahmslos alle Haushaltsformen von Singlehaushalten bis zu Haushalten mit vier und mehr Personen. Damit ist die Prognose für das Kreisgebiet konträr zur Entwicklung für Nordrhein-Westfalen. Landesweit sagen die Statistiker bis 2045 sogar eine dreiprozentige Zunahme der Privathaushalte von zuletzt 8,93 Millionen auf 9,19 Millionen voraus.

Während sich damit im Märkischen Kreis auch die Gesamtzahl der Haushaltsmitglieder um fast 55 000 auf gut 360 000 und die durchschnittliche Haushaltsgröße von 2,07 auf 2,00 reduzieren soll, verzeichnen die Statistiker landesweit für diesen Zeitraum ein leichtes Plus an Haushaltsmitgliedern auf 18,25 Millionen. Für 28 der 53 kreisfreien Städte und Kreise im Land erwarten die Statistiker bis 2040 eine höhere Zahl von Privathaushalten als zurzeit.

In Köln liegt der Zuwachs mit 15,4 Prozent am höchsten, gefolgt von Düsseldorf (+12,7 Prozent) und Bonn (+12,6 Prozent). Neben dem Märkischen Kreis als größtem Verlierer folgen auf den weiteren Plätzen mit dem Hochsauerlandkreis (-7,2 Prozent) und dem Kreis Höxter (-6,6 Prozent) ebenfalls zwei eher ländlich geprägte Kreise.

Die Zahl der Singlehaushalte im Märkischen Kreis wird sich nach Angaben der Statistiker um 2300 auf 71 200 reduzieren. Bei den Zwei-Personen-Haushalten steht ein Minus von 5800 auf dann noch 67 100. Mit 5700 auf einem ähnlich hohen Niveau bewegt sich der Rückgang bei den Drei-Personen-Haushalten.

Waren es zuletzt 27 300, weist die Modellrechnung für 2040 noch eine Zahl von 21 600 aus. Minus 3500 lautet die Bilanz für die Haushalte mit vier und mehr Personen, von denen es 2040 damit noch 20 400 im Kreisgebiet geben soll.

Zur Modellrechnung

Modellrechnung Die Modellrechnung zur künftigen Entwicklung der Zahl der Privathaushalte ist eine Anschlussrechnung an die Bevölkerungsvorausberechnung in den kreisfreien Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens 2018 bis 2040.

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