2018 wird ein Jahr des Wirtschaftswachstums

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Nicht nur die großen Firmen in Werdohl investieren in neue Anlagen, auch die Mittelständler stecken Geld in ihre Unternehmen. Die Firma Abek Entlackungen in Dresel baut für mehrere Millionen Euro eine neue Produktions- und Lagerhalle auf. Teile der Produktion und die Lagerung waren im Oktober 2016 abgebrannt.

Werdohl - Der erste ausgeglichene Haushalt seit mehr als zehn Jahren, Neubaupläne für Hallenbad und Feuerwehr, Baubeginn der Lennebrücke und millionenschwere Investitionen der größten Betriebe der Stadt in zukunftsweisende Werke – Werdohl kann sich 2018 auf wirtschaftliches Wachstum freuen

Im Meckern, Mäkeln und Schlechtreden ist manch ein Einheimischer besonders stark – die Fakten zu Beginn des neuen Jahres sprechen gegen die ewigen Stänkerer. Herausragend ist ganz sicher die Investition des stärksten Unternehmens der Stadt, der Vossloh AG. Der neu aufgestellte Konzern will am Hauptsitz in Werdohl am Bahnhof eine so genannte „Fabrik der Zukunft“ aufbauen. Bis zu vierzig Millionen Euro wird das Bahntechnik-Unternehmen investieren. Im Frühjahr wird erst mal mit dem Abriss alter Hallen begonnen. Größer und teurer kann keiner in Werdohl. 

Mit 21 Millionen Euro Investitionssumme hat VDM Metals schon begonnen. Mit dem Bau einer neuen Blankglühanlage will das Unternehmen seinen Platz am Weltmarkt untermauern. Der amerikanische Fonds, der hinter VDM steht, will seinen finanziellen Einsatz am Ende durch Mehrwert belohnt sehen. 

Auch die Stadt gibt Geld aus

Aber nicht nur private Investoren stecken Geld in die Stadt, auch die Stadt selbst und die öffentliche Hand geben Geld aus, um die Lebensumstände und die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. 2018 beginnt die konkrete Planung für den Bau des Hallenbades neben dem Freibad. Das Blockheizkraftwerk zur Versorgung beider Anlagen besteht schon. Die Stadtwerke finanzieren die vier Millionen Euro für den Neubau aus eigenen Mitteln. Auch die konkretisierte Bauplanung des neuen Feuerwehrgerätehauses am Grasacker wird 2018 fertig. Der Rat hat dafür schon 3,67 Millionen Euro bewilligt. Diese Summe wird aus Steuermitteln durch die Stadt Werdohl aufzubringen sein, der Brandschutz ist eine Pflichtaufgabe der Stadt. 

Stadtfest auf dem Brüninghaus-Platz 

Vermutlich nach der frostfreien Zeit wird auch der Brüninghaus-Platz endlich vollständig für die Bevölkerung freigegeben. Die Einweihung liegt zwar schon eine Weile zurück, Teile des Pflasters sind aber nicht nach Vorgabe der Stadt verlegt worden. Seitdem dürfen dort keine Veranstaltungen stattfinden. Eine Einigung und Nachbesserung ist aber greifbar. Der Wochenmarkt könnte auf den neuen Platz umziehen und endlich wird auch das Stadtfest auf dem Brüninghaus-Platz gefeiert werden können. 

Die Stadt selbst steckt sehr viel Fördergeld von Bund und Land in die Turnhallen. In 2018 sollen alle kleinen Sporthallen komplett energetisch saniert werden. In der Erde wird auch Geld vergraben: Die Großbaustelle des Lenne-Sammlers am Rathaus wird nächstes Jahr fertig. Die von Gestank gequälten Anlieger der Schützenstraße und der Friedrichstraße bekommen einen neuen Abwasserkanal. 

Renaturierung der weiterer Verse-Abschnitte

Zwei große Maßnahmen werden an der Verse verwirklicht: Im Rahmen der Renaturierung sind die Abschnitte Borbecke und Kirchstraße an der Reihe. An der Borbecke wird auch das vergammelte Haus am Ortsausgang auf der linken Seite abgerissen. 

Als letzte Maßnahme an der Lennepromenade steht der Aufbau der Treppe an der Stadtbrücke aus. Am Tunnelportal Altenaer Straße wird die Hangsicherung fertiggestellt und der Radweg hergestellt. Die Verwaltung will auch mit dem ersten Teilstück des Lenne-Radwegs zwischen Ütterlingsen und der Höllmecke fertig werden. 

Größere Fahrbahnsanierungen stehen in zwei Maßnahmen in 2018 an: Der vordere Teil der Gewerbestraße wird erneuert. In den Sommerferien 2018 soll auch die Kreuzung Inselstraße/Höhenweg erneuert werden. Das wird wohl zu größeren Verkehrsbeeinträchtigungen führen. 

Die Eröffnung des Westparks im kommenden Frühjahr markiert einen Meilenstein in den Planungen zur Anbindung der Lenne an die Stadt. Weitgehend aus öffentlichen Mitteln finanziert, entsteht dort eine Freizeit- und Naherholungsfläche für die Einwohner.

Dafür können sich die Werdohler auf ein Ereignis freuen: Der Westpark wird im Frühjahr fertiggestellt und wird als Naherholungs- und Erlebnisfläche sicherlich schnell von der Bevölkerung angenommen. Auch im Rathaus selbst tut sich etwas: Ein Aufzug soll von hinten an das Gebäude angebaut werden, damit das Gebäude barrierefrei zu erreichen ist. Im Altbau sollen die Fenster ausgetauscht werden. 

Abschied von der Kreuzkirche 

Die Wohnungsgesellschaft hat bereits kräftig in den Neubau ihres dritten Nachbarschaftshilfezentrums investiert. Das Gebäude auf der Königsburg wird im ersten Quartal 2018 bezogen. Im kommenden Jahr steckt die Woge insgesamt zwei Millionen Euro in die Modernisierung ihres Bestandes mit Schwerpunkt Pungelscheid. 

Viel Geld in die Hand genommen hat die katholische Kirchengemeinde St. Michael mit Hilfe des Bistums: Obwohl sich die Pfarrei insgesamt in Zukunft kleiner setzen muss, kann im Frühjahr das komplett umgebaute Kloster im ehemaligen Pfarrheim von den vier Franziskanern bezogen werden. 

Ende März kommenden Jahres endet die Ära der Kohleverstromung an der Lenne. Der letzte Block der Kraftwerks Elverlingsen wird vom Netz genommen. Es ist unbekannt, was das Unternehmen Enervie danach mit den riesigen Anlagen anstellen wird.

Zwei denkwürdige Abschiede

2018 stehen auch zwei denkwürdige Abschiede an: Der noch verbliebene Block des Kohlekraftwerks Elverlingsen wird Ende März endgültig abgeschaltet. Wie es mit der riesigen Anlage weitergeht, will das Unternehmen noch mitteilen. Der andere Abschied wird mehr Menschen emotional berühren: Die evangelische Kirchengemeinde wird sich mit Ablauf des Jahres von der Kreuzkirche auf der Königsburg trennen. Auf der anderen Seite hat die Gemeinde etwas zu feiern: Die Christuskirche steht seit 150 Jahren an Ort und Stelle. Das Jubiläum wird am 1. April mit einem Familiengottesdienst und am 10. Mai mit einem Gemeindefest gefeiert. Ab Februar wird eine Ausstellung gezeigt. 

Ein kulturelles Großereignis soll für die Stadt die Eröffnung der Industriegeschichte-Ausstellung des Heimat- und Geschichtsvereins werden. 2018 soll ein großer Lenne-Kulturtag stattfinden, der Ort steht noch nicht fest. Die jährliche „Rock für Kids“-Veranstaltung soll im Sommer mit einem Freibadfest kombiniert werden.

Der städtische Veranstaltungskalender weist einige Höhepunkte des Jahres aus. Sinfoniekonzert mit dem Jugendsinfonieorchester am 14. Januar, Jahresempfang am 21. Januar, Schneegestöber-Party am 3. Februar, Stadtfest am 2. Juni, Schützenfest vom 29. Juni bis 2. Juli.

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