Unzählige Stunden Arbeit

200 Tonnen Salz: Winterdienst zieht nach Wintereinbruch Bilanz

Der Winterdienst war noch bis Montag viele Stunden im Einsatz, um die Straßen und Gehwege in Werdohl befahrbar zu halten.
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Der Winterdienst war noch bis Montag viele Stunden im Einsatz, um die Straßen und Gehwege in Werdohl befahrbar zu halten.

Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, die sich auch um den Winterdienst in Werdohl kümmern, können seit Wochenbeginn durchatmen. Mitarbeiter Pantelis Haritides, der zeitweise auch Einsatzleiter war, zieht eine Bilanz der letzten Wochen.

Werdohl – Endlich sind die Temperaturen gestiegen und Schnee und Eis damit vorerst verschwunden. Anstrengend waren für die Winterdienstmitarbeiter die zwei zurückliegenden Wochen, in denen die Straßen immer wieder von Schnee und hartnäckigem Eis befreit werden mussten.

Viele Stunden hat das Team mit dem Streuen und Räumen der Straßen verbracht, berichtet Haritides. Rund 25 Personen waren im Einsatz, die komplette Belegschaft des Bauhofs und Fremdunternehmer, die unterstützten.

Wie viele Stunden es genau waren, konnte er noch nicht sagen. Bis jetzt seien noch nicht alle Arbeitszeiten verrechnet worden. Jeder Mitarbeiter schreibt einen Stundenzettel, der in ein digitales System übertragen wird. „Über dieses System laufen hinterher auch die Abrechnungen“, erklärt Haritides. Überstunden allerdings würden nicht bezahlt. Sie werden angesammelt und können später abgefeiert werden. „Während der Pandemie kommt das einigen ganz gelegen, zum Beispiel wegen des Homeschoolings der Kinder.“

Arbeitsintensiv waren die zurückliegenden Wochen in jedem Fall. Teilweise von 4.30 Uhr bis zum späten Nachmittag waren die Streufahrzeuge und Fußtrupps im Stadtgebiet unterwegs. „Letzte Streu- und Aufräumarbeiten haben wir am Montag gemacht“, berichtet Haritides. Jetzt begebe man sich daran, Straßen und Fahrzeuge zu säubern, auf Beschädigungen zu prüfen und gegebenenfalls wieder instand zu setzen. Die frostigen Temperaturen haben dazu geführt, dass Schäden am Asphalt entstanden sind. Die Bauhofmitarbeiter machen sich nun daran diese Schlaglöcher im Straßennetz zu finden und auszubessern, erklärt Haritides. „Wir gehen langsam wieder zum normalen Tagesgeschäft über.“

Durch den Einsatz auf den Straßen seien auch die Fahrzeugflotte und das Material stark beansprucht worden. Die Gummilippen der Schneeschilder zum Beispiel, die zum Schutz des Straßenbelags auf dem Asphalt aufliegen, seien zum Teil verschlissen. Sie werden nun erneuert. Macken im Lack wolle man ebenfalls beiarbeiten. Mit einem neuen Wintereinbruch ähnlicher Größenordnung in diesem Jahr rechnet Haritides nicht mehr. Dann wären die Fahrzeuge schon fit für die nächste Wintersaison.

Auch Salz wurde schon nachbestellt. Ungefähr 200 Tonnen hat der Werdohler Winterdienst in der zurückliegenden Kälteperiode verbraucht, schätzt Haritides. Von größeren Problemen während der Einsätze kann er nicht berichten. Alles sei reibungslos verlaufen. Lediglich ein paar Anwohnerbeschwerden gab es. Bei diesen sei es aber nur darum gegangen, dass Gehwege und Straßen in Wohngebieten nicht von Schnee befreit wurden. Der Winterdienst habe darauf reagiert.

Vorwürfe, dass die Mitarbeiter bestimmte Gebiete in Werdohl bei ihren Touren einfach ausgelassen hätten, habe man zurückweisen können: „Unsere Fahrzeuge und auch die Fußtrupps sind mit GPS-Geräten ausgestattet. Wir können die Routen deshalb genau nachverfolgen. Wenn an einer Stelle noch nicht geräumt war, lag das daran, dass wir ein großes Gebiet abarbeiten und nicht überall gleichzeitig sein können.“

Bemerkenswert sei gewesen, dass auch an den kalten Tagen viele Menschen in der Stadt unterwegs waren, um spazieren zu gehen. Das sei vermutlich auf den Lockdown zurückzuführen. „Die Leute haben sich aber an Abstandsregeln und die Schutzmaßnahmen gehalten“, berichtet Haritides. „Wir haben keine größeren Gruppen gesehen, die zum Beispiel eine Schneeballschlacht gemacht haben.“

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