Passend zum neuen Gerätehaus

18 Monate Lieferzeit: Neues Feuerwehrauto kommt erst 2022

So ähnlich wird das neue Gerätefahrzeug Logistik für die Werdohler Feuerwehr aussehen. Anders als auf diesem Foto von einem Wagen für die Feuerwehr Neudenau hat das Werdohler Auto keine Doppelkabine.
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So ähnlich wird das neue Gerätefahrzeug Logistik für die Werdohler Feuerwehr aussehen. Anders als auf diesem Foto von einem Wagen für die Feuerwehr Neudenau hat das Werdohler Auto keine Doppelkabine.

Die Stadt hat am Dienstag ein dringend benötigtes Feuerwehrfahrzeug bestellt – der Gerätewagen Logistik hat allerdings eine Herstellungszeit von 18 Monaten und wird wahrscheinlich Anfang 2022 geliefert.

Bis dahin sollte auch das neue Feuerwehrgerätehaus am Grasacker stehen. Das neue Auto ist so groß dimensioniert, dass es nur in den Neubau passt.

Florian Block ist bei der Stadt für die Vergaben zuständig. Der Vergabeausschuss hatte schon vor einiger Zeit die Auftragsvergabe an zwei Fachfirmen beschlossen, doch im Zuge der europaweiten Ausschreibung mussten erst noch Fristen zur Rechtssicherheit abgewartet werden. Die sind jetzt verstrichen, die Stadt hat die Bestellung in Auftrag gegeben. Der Gesamtwert des neuen Fahrzeugs beträgt 324 000 Euro.

Firma lässt sich das Fahrgestell liefern

Die Firma Hensler Fahrzeugbau in Waldbrunn lässt sich das Fahrgestell liefern und baut das ganze Auto drumherum samt Motor und Kabine auf. Auch die standardisierten Rollcontainer kommen von der Firma Hensler. Den Inhalt der Container, also die feuerwehrtechnische Beladung des Fahrzeugs, liefert die Firma Carl Henkel aus Bielefeld.

Die lange Lieferzeit geht für Feuerwehrchef Kai Tebrün in Ordnung. Zwar sei das bisher genutzte kleine Einsatzfahrzeug in die Jahre gekommen und habe auch schon einige Reparaturen hinter sich, doch werde es sicher noch die nächsten eineinhalb Jahre durchhalten. Tebrün verwies auch darauf, dass viele Hersteller Lieferverzögerungen aufgrund der Corona-Pandemie haben.

Inhalt der Rollwagen optimal zusammengestellt

Die Rollwagen auf dem neuen Gerätewagen sind für die verschiedenen Einsatzzwecke der Feuerwehr optimal zusammengestellt. Beim Aussuchen des Materials wurde Kai Tebrün von Lars Dittmann vom Löschzug Stadtmitte unterstützt. Einige der Container sind schon vorhanden, manche wurden mit dem Auto zusammen bestellt, einige werden bereits im nächsten Jahr angeschafft. Diese Rollwagen enthalten unter anderem Sonderlöschmittel wie Metallbrandpulver, ABC-Pulver und CO2-Brandlöscher.

Im Aufbau des Wagens haben jede Menge normierter Rollcontainer Platz.

Ein Container ist mit speziellen Gerätschaften für Waldbrände bestückt, zum Beispiel wenn eine Wasserentnahmestelle mit einem selbstaufrichtenden 10 000-Liter-Vorratsbehälter eingerichtet werden soll.

Tragbare Pumpe, Bindemittel und Sandsäcke

Ein weiterer Container enthält Zubehör für eine Tragkraftspritze, das ist eine tragbare Löschwasserpumpe, die per Aggregat betrieben wird. Die obligatorischen Materialien für die ungeliebten Ölspur-Einsätze dürfen auch auf dem neuen Fahrzeug nicht fehlen: Bindemittel, Besen und Verkehrsleitkegel. Sandsäcke hat der neue Wagen ebenfalls an Bord.

Einer der Rollwagen ist mit Atemschutzgeräten als Reserve bestückt. Besondere Erwähnung findet ein Rollcontainer für benutzte Feuerwehrschläuche. Bislang müssen dreckige Schläuche mehrfach von Hand umgeladen werden, bis sie zur Reinigung im Feuerwehrzentrum ankommen. Der neue normierte Rollcontainer sorgt dafür, dass die Schläuche nach ihrer Benutzung beim Einsatz ohne Umwege und Mehrarbeit gereinigt werden können.

Auch für eine Tierrettung vorbereitet

Tebrün zählt weiteres Zubehör auf: Ein Multifunktionssauger, ein Einsatzzelt und eine Einsatzstellenabsicherung mit Blitzleuchten. Auch für die Tierrettung ist einer der Container ausgestattet: Hundebox, Kescher und Fangschlingen sind an Bord.

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