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120 Kriegsflüchtlinge in Werdohl

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Von: Carla Witt

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Das Übergangswohnheim Im Winkel: Die Verantwortlichen der Stadt haben das Erdgeschoss „grob herrichten lassen“ – für den Fall, dass viele Flüchtlinge ankommen.
Das Übergangswohnheim Im Winkel: Die Verantwortlichen der Stadt haben das Erdgeschoss „grob herrichten lassen“ – für den Fall, dass viele Flüchtlinge ankommen. © Heyn, Volker

120 Menschen aus der Ukraine sind in Werdohl angekommen.

Werdohl – 275 Personen – 120 Flüchtlinge aus der Ukraine, 39 Asylbewerber und 116 Geduldete, deren Asyl-Antrag zumindest im ersten Anlauf abgelehnt wurde – halten sich momentan in Werdohl auf. Das hat Sozialamtsleiterin Sabine Bleckmann am Dienstag während der Sitzung des Sozialausschusses im Festsaal Riesei bekannt gegeben.

Auf Flüchtlingsstrom vorbereitet

Bleckmann machte deutlich, dass die Situation mit Blick auf ukrainische Flüchtlinge sehr dynamisch sei: „Wir hatten schon mehr hier, fünf sind inzwischen nach Herscheid gezogen.“ Niemand könne einschätzen, wie sich die Krise weiter entwickele, deshalb müsse man auch auf einen großen Flüchtlingsstrom vorbereitet sein. Sowohl die Turnhalle Eveking als auch das inzwischen grob hergerichtete Erdgeschoss des Übergangswohnheims Im Winkel würden für diesen Fall vorgehalten.

50 Kinder und Jugendliche

Die Sozialamtsleiterin berichtete von drei minderjährigen Flüchtlingen, die ohne ihre Eltern nach Werdohl gekommen seien. „Sie sind mit Oma, Opa, Tanten oder anderen Verwandten gekommen und wohnen auch bei ihnen.“ Zudem seien sechs Kleinkinder, neun Mädchen und Jungen im Kindergartenalter, sowie 32 Kinder und Jugendliche im Schulalter in der Stadt. „An der Gesamtschule wird noch über Willkommensklassen nachgedacht. Aber die Anzahl der Flüchtlinge ändert sich ständig, alles ist sehr indifferent“, ergänzte Bürgermeister Andreas Späinghaus. Er unterstrich aber, dass die Stadt dank der Schulsozialarbeiter gut aufgestellt sei.

Sprach- und Integrationskurse sind begehrt

Zudem seien die Menschen aus der Ukraine sehr daran interessiert, die deutsche Sprache zu erlernen, erklärte Sabine Bleckmann: „Sprach- und Integrationskurse laufen schon und werden sehr gut angenommen.“ Informationen fänden die Geflüchteten unter anderem auf der angepassten Homepage der Stadt Werdohl. Ein entsprechender QR-Code sei entwickelt und an die Betroffenen weitergeleitet worden. Die Sozialamtsleiterin wies auf die Angebote der Friedenshelfer hin, für die man sehr dankbar sei. Ausschussvorsitzender Wilhelm Jansen (SPD) machte zudem auf die Angebote der heimischen Vereine und die Kleiderkammer aufmerksam. Auch darüber würden geflüchtete Menschen auf der Homepage der Stadt informiert.

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