Pungelscheid-Befragung ohne großen Wert

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Die Stadtteilrunde Pungelscheid übergab in Person von Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg eine Spende in Höhe von 175 Euro an die Mitarbeiterinnen des Nachbarschaftshilfezentrums. ▪

WERDOHL ▪ 87,50 Euro Gewinn warf das jüngste Stadtteilfest in Pungelscheid ab. Die Stadtteilrunde verdoppelte die Summe und spendete jetzt dem Nachbarschaftshilfezentrum Regenbogen an der Iserschmittstraße 175 Euro.

Diese sollen verwendet werden, um eine Gartenhütte anzuschaffen, in welcher Gerätschaften untergestellt werden können. Anlässlich der Spendenübergabe präsentierte die Stadtteilrunde die Ergebnisse einer Umfrage unter den Bewohnern Pungelscheids. Von den 1100 Haushalten, die den Fragebogen erhielten, hatten gerade einmal 35 geantwortet. Eine Beteiligungsquote von lediglich 3,2 Prozent ist alles andere als repräsentativ.

Zudem 20 der 35 Antworten (mehr als 57 Prozent) von Menschen kamen, die 50 Jahre oder älter waren – nur eine einzige Antwort kam von einem Pungelscheider der jünger als 20 Jahre alt war. Erfreulicher dagegen ist die Tatsache, dass immerhin sechs Antworten aus türkischen Familien stammten und eine aus einem polnischen Haushalt.

Letztlich ergab die Auswertung der zurückgeschickten Bögen ein uneinheitliches Bild. So antworteten etwa gleich viele Personen auf die Frage, ob sie mit dem Gedanken spielten, Pungelscheid zu verlassen, mit „Ja“ (15) oder mit „Nein“ (17). Jeweils 15 finden, dass die Einkaufsmöglichkeiten im Stadtteil „besser“ oder „schlechter“ geworden sind. Die Veränderungen in der Nachbarschaft sind für acht Antwort-Geber hin zum Besser, für zehn hin zum Schlechteren.

Deutlich ist für die Pungelscheider indes, dass es in ihrem Stadtteil Verschlechterungen gibt im Hinblick auf das Umfeld, die Freizeitmöglichkeiten sowie die Busverbindungen. Gleichwohl schätzen 25 Antwort-Geber (etwa 71,4 Prozent) die Natur in Pungelscheid.

Und obwohl zehn Antwort-Geber die Einkaufsmöglichkeiten im Stadtteil als „besonders gut“ hervor heben, fehlen den meisten (27 Antworten) Dienstleister wie eine Drogerie, einen Friseur, eine Bank, eine Post und eine Apotheke. Auch an Ordnung und Sauberkeit fehle es (14 Stimmen). Randalierende Jugendliche oder allgemein Lärmbelästigung wurden ebenfalls in 14 Antwortbögen bemängelt. Immerhin 19 von 35 Antwort-Gebern gaben an, sich in Pungelscheid nicht sicher vor Kriminalität zu fühlen.

Die Initiatoren der Fragebogen-Aktion haben derweil noch Nachholbedarf, wenn es um ihre Bekanntheit geht. Die Mehrheit der Befragten (23 von 35: 65,7 Prozent) gab an, den Pungelscheider Treff nicht zu kennen. Das Nachbarschaftshilfezentrum war zwar der Mehrheit (19 Stimmen) bekannt, 16 hatten davon noch nie gehört.

Von Michael Koll

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