1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Werdohl

11,4 Gramm Kokain in der Küchenschublade: Junges Paar vor Gericht

Erstellt:

Von: Maximilian Birke

Kommentare

Das gestellte Illustrationsfoto zeigt, wie mit einem zu einem Röhrchen gerollten Geldschein ein weißes Pulver von einer Linie - ähnlich der Kokain-Konsumierung - in die Nase eingezogen wird.
Das gestellte Illustrationsfoto zeigt, wie mit einem zu einem Röhrchen gerollten Geldschein ein weißes Pulver von einer Linie - ähnlich der Kokain-Konsumierung - in die Nase eingezogen wird. © Patrick Pleul/DPA

Ein 32-jähriger Werdohler und seine 23-jährige Partnerin müssen sich ab dem 5. September vor dem Hagener Landgericht verantworten.

Werdohl/Hagen – Ihm wird das unerlaubte Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen. Seine 23-jährige Freundin soll ihm dabei Hilfe geleistet und gleichzeitig (Mit-)Besitz an den Drogen in der gemeinsam bewohnten Wohnung in Werdohl gehabt haben.

Konkret soll der Angeklagte am 18. Dezember 2019 im Besitz von 32 Ecstasy-Tabletten gewesen sein, die einen Wirkstoffgehalt von 4,25 Gramm MDMA gehabt haben sollen. Die Ecstasy-Tabletten sollen sich in der im Schlafzimmer der Wohnung abgelegten Handtasche der heute 23 Jahre alten Angeklagten befunden haben. Die Anklageschrift leitet daraus ab, dass sie den 32-Jährigen beim Verkauf unterstützen wollte.

Gleichzeitig soll der Angeklagte in einer Küchenschublade 11,404 Gramm Kokain mit einem Wirkstoffgehalt von 9,32 Gramm Cocainhydrochlorid aufbewahrt haben. Beide Betäubungsmittel sollen zum gewinnbringenden Verkauf bestimmt gewesen sein.

Der Angeklagte soll bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten, wobei die beiden älteren, mehrere Jahre zurückliegenden Verurteilungen nicht einschlägig sein sollen. Zuletzt wurde er allerdings von einer anderen Kammer des Landgerichts wegen bewaffneten Handels mit Betäubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt, die er derzeit im offenen Vollzug verbüßt.

Die dieser Verurteilung zugrunde liegende Tat ereignete sich aber erst im Oktober 2020 und lag damit zeitlich nach der jetzt angeklagten Tat. Die 23-jährige Angeklagte ist strafrechtlich bisher nicht in Erscheinung getreten. Für die öffentliche Hauptverhandlung vor der 6. Großen Strafkammer des Landgerichts Hagen sind Termine am 5. und 7. September, jeweils um 9 Uhr vorgesehen.

Auch interessant

Kommentare