„Werdohl wandert“ mit etwa doppelt so vielen Teilnehmern wie im vergangenen Jahr

10,3 Kilometer durch die heimische Natur

Wo genau geht’s denn lang? Andreas Haubrichs vom Werdohl Marketing erklärte die Route im Detail.

WERDOHL - Der Italiener Francesco Petrarca soll der erste historisch dokumentierte „zweckfreie“ Wanderer gewesen sein, der 1336 gemeinsam mit seinem Bruder den Mont Ventoux – 1900 Meter – bestieg. Ganz so hoch hinaus wollten die Werdohler am gestrigen Sonntag allerdings nicht. 250 Höhenmeter überwanden die Wanderer auf dem 10,3 Kilometer langen Marsch, der auf dem Parkplatz am Rathaus startete mit dem Ziel: Schützenheim Altenmühle.

Von Susanne Riedl

Von einer „zweckfreien“ Wanderung sprechen Kenner, wenn der Marsch durch die Natur einen rein freizeitlichen Charakter hat und Freude an Bewegung an frischer Luft bereitet – so wie von der Werdohl Marketing geplant, die für die Aktion erneut verantwortlich zeichnete. Andreas Haubrichs war angesichts der zahlreichen Teilnehmer in diesem Jahr sehr erfreut. „Wir haben diesmal bestimmt doppelt so viele Teilnehmer wie im vergangenen Jahr“, blickte Haubrichs auf „Werdohl wandert 2012“ zurück, das buchstäblich ins Wasser fiel. Allerdings konnte der Mitorganisator diesmal keine Kinder in der Teilnehmerschar ausmachen, was er bedauerte, denn für die Mädchen und Jungen hatte er eigens einen Fragekatalog entworfen. Um die Wanderung auch für den Nachwuchs attraktiv zu gestalten, waren neun Stationen auf der Strecke geplant, an denen die Kinder Fragen zu Flora und Fauna oder geografischen Besonderheiten hätten beantworten können.

Pünktlich um 10 Uhr brach die Wandergruppe vom Rathaus aus auf in Richtung Lennefontäne. Vorne weg, und um einiges flotter unterwegs als der Großteil der Truppe, waren die Nordic-Walker, die vom Lauftreff Rieseiblitze angeführt wurden. Über den Rodt bis zu Osmecke führte die Route weiter zur Brenge. Hier, etwa auf der Hälfte der Strecke, erwarteten bereits die Mitglieder der Jugendfeuerwehr die Wanderer und boten Erfrischungsgetränke an. Wer keine Rucksackverpflegung hatte, griff hier gerne zu. Über Eschen, Mühlenschlad und Bärenstein machten sich die Wanderer dann allmählich an den „Abstieg“ in Richtung Schützenheim Altenmühle. Dort hatten die Grünröcke für ein abwechslungsreiches Kuchenbüfett gesorgt. „Wir sind schon zum vierten Mal mit dabei. Unser Sauerland direkt vor Haustüre hat eine Menge zu bieten. Die Natur ist herrlich, wir genießen die Ruhe im Wald und freuen uns, mit Gleichgesinnten unterwegs zu sein“, sagte ein wanderfreudiges Ehepaar. „Ich freue mich vor allem auf das tolle Kuchenbüfett bei den Schützen. Dafür werde ich mir ganz viele Zeit nehmen, um es zu genießen. Mit dem Bürgerbus fahre ich dann wieder zurück. Das ist ein tolles Angebot“, freute sich ein anderer Wanderer.

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