Für 100. Blutspende ausgezeichnet

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Klaus Piekarski überreicht Gisela Vielhaber eine Urkunde und ein Ehrenzeichen. ▪

WERDOHL ▪ Dass Blut spenden nicht nur gut tut, sondern auch Spaß macht, bewiesen gestern Klaus Piekarski vom DRK Ortsverein und Gisela Vielhaber, die für die 100. Blutspende ausgezeichnet wurde. Die Beiden erinnerten sich im evangelischen Gemeindehaus an allerhand lustige und unterhaltsame Begebenheiten bei den vergangenen Blutspendeterminen.

Die 72-Jährige bekam als Belohnung für ihr jahrzehntelanges Engagement eine Urkunde, ein Ehrenzeichen in Gold vom Blutspendedienst West und einen Geschenkgutschein vom DRK Ortsverein. Die Hausfrau kam 1972 eher zufällig zum Blut spenden. Eines Tages hatte sie es versäumt, Milch für ihre Familie einzukaufen. Ihr Mann, der schon damals regelmäßig die Blutspendetermine vor Ort besuchte, entgegnete daraufhin: „Wenn du Blut spendest, haben wir heute Abend einen ganzen Liter Milch für die Kinder!“ Als kleines Dankeschön bekamen die Spender damals nämlich einen halben Liter Milch.

Bei Gisela Vielhaber erfüllt das Blutspenden gleich einen doppelten guten Zweck: Zum einen tue es ihr selbst gut, denn so würden die Beschwerden, die sie durch ihre Krampfadern hat, etwas gelindert. Außerdem sei es ein gutes Gefühl, wenn sich neues Blut bildet. Aber im Vordergrund steht natürlich auch bei ihr der Gedanke, anderen Menschen zu helfen: „Man kann alles ersetzen, nur Blut nicht“, gibt Vielhaber zu bedenken.

Genau aus diesem Grund war es ihr auch ein besonderes Anliegen, dass auch ihre drei Kinder regelmäßig zur Blutspende gehen. „Wer einen Führerschein hat, spendet,“ erklärte sie ihren Sprößlingen.

Für das DRK ist sie nicht nur wegen ihrer steten Bereitschaft ein besonderer Glücksfall. Gisela Vielhaber hat die Blutgruppe AB Rhesus positiv, die relativ selten vorkommt. Bei einem ihrer ersten Spendetermine lautete deswegen die Anweisung: „Sie müssen jetzt öfter kommen, sie sind was ganz besonderes.“ Daraufhin konterte sie schlagkräftig: „Ich bin ja auch einmalig.“

Damit es einen zusätzlichen Anreiz für potenzielle Spender gibt, lässt sich der DRK Blustspendedienst West, der die Region betreut, auch etwas einfallen, berichtet Piekarski. Diesmal gibt es für alle Spender eine kleine Taschenlampe. Zur Stärkung hält der Ortsverein zudem eine Tafel Schokolade für diejenigen bereit, die ihren Weg ins evangelische Gemeindezentrum finden. Zwölf Blutspendetermine werden pro Jahr in Werdohl angeboten, der nächste steht bereits am kommenden Montag, 23. Juli, zwischen 15.30 und 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus an.

Jeder Spender unterzieht sich zuvor einer medizinischen Untersuchung. Auch das Blut wird auf Krankheiten geprüft. Vielhaber weist auf einen positiven Nebeneffekt dieses Vorgehens hin: „Einige, die ich kenne, haben so erfahren, dass sie krank sind.“

Vielhaber freut sich jedenfalls über die Auszeichnung. Die Urkunde wird zu Hause in einer Mappe untergebracht, in der auch die Ehrungen, die sie für ihre sportlichen Leistungen erhalten hat, untergebracht sind.

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