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Zweites Wohnzimmer für die Bürger? Erste Ideen für die Bücherei 

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Von: Hartmut Damschen

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Strategieberater Andreas Mittrowann (links) besprach mit den Plettenbergern die Neukonzeptionierung der Bücherei.
Strategieberater Andreas Mittrowann (links) besprach mit den Plettenbergern die Neukonzeptionierung der Bücherei. © Damschen

Ist unsere Stadtbücherei ein Wohlfühlort oder nur ein Mittel zum Zweck? Oder hat sie tatsächlich, wie eine Dame sich ausdrückte, den Charme einer Lagerhalle? Auf jeden Fall ist Handlungsbedarf angesagt. Vieles ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht dem, was einen solchen Ort ausmachen sollte.

Plettenberg – Daher wurde ein Antrag von der Stadtbücherei bei der Stadt Plettenberg eingebracht, tätig zu werden. Über eine Ausschreibung wurden Angebote von externen Beratern eingeholt und das Angebot und Konzept von Andreas Mittrowann, ein Diplom-Bibliothekar und Strategieberater aus Recklinghausen, erhielt den Zuschlag.

Am Mittwochabend war es so weit: 26 Plettenberger hatten sich in der Stadtbücherei eingefunden, um an einem neuen Konzept der Bücherei mitzuarbeiten, das dem allgegenwärtigen Wandel in der Gesellschaft, der Technik und der Ansprüche künftig gerecht werden soll. Mittrowann hat ein Konzept entwickelt, mittels dem er schon in vielen Städten (beispielsweise Menden, Münster, Esslingen, Bremerhaven) den Ratsuchenden zur Seite gestanden hat.

Prozess dauert mehrere Monate

Das Wissen und die Meinung vieler steht nach seinem Vorgehen im Vordergrund. An fünf Thementischen setzten sich die Teilnehmer unter der Moderation der fünf Stadtbücherei-Mitarbeiterinnen Christiane Flick-Schöttler, Christiane Bauckhage, Elke Teipel, Jana Voigt und Katharina Fuhrmann zusammen, wechselten in signalisierten Abständen die Tische und diskutierten die vorgegeben Themen.

Jede Menge Ideen und Anregungen wurden diskutiert und auf den Papiertischdecken verewigt. Besondere Schwerpunkte wurden gesondert markiert. Diese, und idealerweise gefundene Schnittmengen, werden vom Strategieberater ausgewertet und dem Entscheidungsgremium – der Gesellschafterversammlung der Kultour GmbH – am 2. November vorgestellt.

Was wohl dabei herauskommt? Ein zweites Wohnzimmer für alle Plettenberger? Ein Treffpunkt für Diskussionen und Vorträge? Ein medialer Schwerpunkt in Plettenberg? Ein neues Beleuchtungskonzept mit einhergehender kompletter Umgestaltung des Inventars und der Räumlichkeiten?

Vielleicht von allem ein bisschen – oder auch etwas völlig anderes. Es wird auf jeden Fall spannend werden, ob überhaupt – es ist schließlich auch eine finanzielle Aufgabe – oder in welcher Form es Veränderungen gibt.

Die vorhandenen Räume, so wurde es am Mittwoch kommuniziert, werden bestimmt noch fünf Jahre genutzt werden müssen.

Die fünf Themen

Die Fragestellungen bei der Zukunftswerkstatt lauteten: Welche Stärken und Schwächen hat die Stadtbücherei aus deiner Sicht? Welche (digitalen) Angebote, Medien und Veranstaltungen wünschst du dir? Wie sehen deine Ideen für die räumliche Gestaltung und Ausstattung aus? Wenn der Name der Stadtbücherei geändert werden sollte, welche Ideen hast du dazu? Wie sieht die Bibliothek deiner Träume aus?

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