Corona-Impfung

Zweite Dosis: In Plettenberger Senioreneinrichtung wurde weiter geimpft

Sieglinde Albrecht bekommt die zweite Vakzin-Dosis injiziert.
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Problemlose Zweitimpfung: Sieglinde Albrecht bekommt die zweite Vakzin-Dosis von Susanne Belecke, Mitarbeiterin von Michael Beringhoff (hinten), injiziert.

Plettenberg – Bewohner und Mitarbeiter im Radprax-Seniorenzentrum und im Matthias-Claudius-Haus haben am Mittwoch die zweite Impfdosis erhalten. Da in beiden Einrichtungen noch Impfstoff übrig war, konnten weitere Krankenhaus-Mitarbeiter und einige Plettenberger Feuerwehrleute ebenfalls geimpft werden.

Radprax-Seniorenzentrum

„Es ist gut organisiert, die zweite Impfung läuft wunderbar und ohne Zwischenfälle“, berichtet Michael Beringhoff von der Impfung im Radprax-Seniorenzentrum. Der Allgemeinmediziner aus Neuenrade verabreichte dort zusammen mit seiner Mitarbeiterin Susanne Belecke 83 Bewohnern und Mitarbeitern des Seniorenzentrums, die alle bereits die erste Dosis des Biontech/Pfizer-Vakzins erhalten hatten, die zweite Spritze.

Schon die Lieferung sei sehr gut organisiert gewesen, sagt auch Detlef Badekow aus der Verwaltung des Radprax-Krankenhauses, der derzeit das Seniorenzentrum kommissarisch leitet. Um 8.05 Uhr am Mittwochmorgen, und damit exakt fünf Minuten früher als angekündigt, traf der Impfstoff ein. Das Seniorenzentrum wurde so angefahren, dass die Ampullen in der auf 5 Grad heruntergekühlten Transportbox auf kürzestem Wege zum Kühlschrank gebracht werden konnten. Gegen 12.30 Uhr konnte Impfarzt Beringhoff – nach einem vorherigen Rundgang durchs Haus – mit den Impfungen beginnen. Um 14 Uhr war schon mehr als die Hälfte geschafft.

„Wir haben keine Warteschlangen auf dem Flur“, sagt Badekow zur Organisation der Impfung. Die Bewohner wurden einzeln von den Stationen geholt und zur Impfung im Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss gebracht. Diejenigen, die zur Tagespflege ins Radprax kommen, wurden jeweils angerufen und dann per Krankentransport oder durch Angehörige zur Impfung gebracht.

Als eine der letzten Bewohner, die von den Stationen nach unten gebracht wurden, erhielt Sieglinde Albrecht (80 Jahre) ihre zweite Impfdosis. „Es geht mir sehr gut“, sagte sie anschließend. Sie sei froh, nun die zweite Impfung bekommen zu haben.

Im Anschluss ging Michael Beringhoff noch zu den Bewohnern, die zur Impfung nicht herunterkommen konnten und injizierte ihnen den Wirkstoff auf ihren Zimmern.

Auch die ca. 20 Krankenhausmitarbeiter, die bereits beim ersten Impftermin des Seniorenzentrums mitgeimpft worden waren, erhielten die zweite Impfdosis. Darunter war auch André Scholz, Chefarzt der Unfallchirurgie. „Die erste Impfung habe ich schon gut vertragen“, sagt er. Wenige Tage danach habe er sich aber bei einem Patienten mit Corona angesteckt, war in Quarantäne, die allerdings rechtzeitig zuende war, sodass er regulär die zweite Impfdosis bekommen konnte. „Wahrscheinlich habe ich jetzt einen Riesenboost an Antikörpern“, sagte er. Es werde aber in der Literatur auch nach überstandener Covid-19-Infektion eine Impfung empfohlen.

Nicht alle Bewohner des Seniorenzentrums, die die erste Impfdosis erhalten hatten, konnten auch die zweite bekommen, weil sie zum Beispiel im Krankenhaus lagen oder in der Zwischenzeit verstorben waren. Somit blieben einige Impfdosen übrig. „Damit wir den Impfstoff nicht entsorgen müssen, impfen wir noch Krankenhaus-Personal, das noch keine Impfung bekommen hat“, erklärte Dr. Andrzej Ploch, Ärztlicher Leiter des Radprax-Krankenhauses, der bei der Impfung im Seniorenzentrum ebenfalls anwesend war und rasch per Telefon zehn bis zwölf zusätzliche Impflinge – wieviel Impfstoff genau übrig bleiben würde, war noch unklar – ins Seniorenzentrum lotste, von dem sie dann im Anschluss als weitere Erstimpfungen angemeldet werden sollten.

Im Matthias-Claudius-Haus konnte Dr. Ulrich Gallenkamp zusätzlich zwölf Feuerwehrleute impfen.

Matthias-Claudius-Haus

Auch im Matthias-Claudius-Haus (MCH) stand am Mittwoch die zweite Impfung an. Bis auf eine Ausnahme ließen sich alle Bewohner sowie knapp die Hälfte der Mitarbeiter impfen, sagte Einrichtungsleitung Melanie Aderhold. „Es hat keine Komplikationen oder Nebenwirkungen gegeben und der Ablauf war sehr gut.“ Der pünktlich gelieferte Impfstoff konnte zügig von Impfarzt Dr. Ulrich Gallenkamp injiziert werden.

Die Bewohner seien froh, dass sie nun die zweite Impfung erhalten hätten, sagte Aderhold. Sie hofft, dass die Einrichtung, wenn sich bald der Impfschutz eingestellt hat, vielleicht im März wieder etwas mehr geöffnet werden könne. „Damit wir wieder etwas mehr Alltag reinkriegen“, sagt sie.

Dadurch, dass zwei Bewohner seit dem ersten Impftermin verstorben seien und es zudem gelang, aus den Ampullen zusätzliche Impfdosen zu gewinnen, hatte das MCH am Ende sogar noch etwas Vakzin übrig. So konnten auch noch zwölf Mitarbeiter der Plettenberger Feuerwache mitgeimpft werden.

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