"Erkundungsreise für dritte  Städtepartnerschaft"

Zwei Plettenberger am und im Plettenberg

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Inspiriert von der Berichterstattung der Heimatzeitung statteten (v.l.) Wolfgang und Rosel Munder sowie Martin Voßloh dem Hotel-Gasthof Zum Plettenberg und Wirt Wolfgang Riedlinger einen Besuch ab.

Plettenberg - Es gibt ein zweites Plettenberg, genauer gesagt: den Plettenberg. Die Heimatzeitung hatte darüber berichtet und damit dem Ehepaar Munder quasi den Mund wässerig gemacht. „Das wollten wir uns ansehen“, sagt Wolfgang Munder. Mit seiner Ehefrau Rosel startete er eine Erkundigungstour.

Mit ihrem Verwandten Martin Voßloh, der in Stuttgart wohnt und eine Woche Zeit hatte, starteten die Munders eine Erkundungstour über die Schwäbische Alb. „Wir haben in Öschingen gewohnt; das ist nahe der Burg Hohenzollern“, berichtete Wolfgang Munder nach der Rückkehr der Heimatzeitung.

 Keine Frage also, dass die Munders der Burg einen intensiven Ausflug widmeten und sich die Stammburg des Fürstengeschlechts und des ehemals regierenden preußischen Königs- und deutschen Kaiserhauses der Hohenzollern intensiv zu Gemüte führten. Nicht nur das Bauwerk mit seinen umfangreichen museal genutzten Räumen und der wunderschönen Fassade ist an dieser Stelle als Ausflugsziel zu nennen: Auch das Burg-Restaurant und bei schönem Wetter eine einladende Außengastronomie lockt die Gäste auf die Burg. 

Das Hotel-Restaurant "Gasthof zum Plettenberg" entdeckt

Apropos Gastronomie: Die Weiterfahrt nach Schömberg hatte natürlich das Hotel-Restaurant „Gasthof zum Plettenberg“ zum Ziel. Seit 1911 wird die schwäbische Gastwirtschaft mit Gästezimmern für 21 Gäste innerhalb der Familie Riedlinger betrieben; das Haus ist ein Traditionsbetrieb durch und durch, erkannte die Plettenberger Familie Munder. In Schömberg wurde das Ehepaar von Gastwirt Wolfgang Riedlinger begrüßt und durch das Gasthaus geführt. „Das hat uns dort sehr gut gefallen“, berichten sie. Die Gaststätte sei einfach urig gewesen – es sei die Wirtschaft, in der die „Plettenberg Stammtischmusig“ aus einer Laune heraus gegründet worden sei und dort auch immer wieder aufspiele.

http://www.hotel-plettenberg.de/

Es gibt sogar ein eigenes Plettenberg-Bier und Plettenberg-Liköre

Als „Hauseigenes Kellerbier mit feiner Marzipannote“ wird das dunkelsüffige „Plettenberg Urtyp 1911“ gepriesen, das eigens für die Gäste des Hotel-Restaurants Zum Plettenberg gebraut wird.

Ob die Auftritte auch den Spezialitäten des Hauses geschuldet sind? Legendär ist inzwischen das dunkle braune Kellerbier „Plettenberg Urtyp 1911“, das eigens für die Riedlingers eingebraut wird. Das Rezept stammt vom Großvater des heutigen Gastwirts, das in einem Büchlein niedergeschrieben die Jahrzehnte überdauerte, bis zum Jubiläum des Hauses die Idee von 1911 erneut umgesetzt wurde. 

Auch zwei Liköre und Kräuterschnäpse nach eigenem Rezept und mit „Plettenberg“-Etikett werden angeboten und sind ein Geschmackserlebnis. Und wo wir schon beim Geschmack sind: Der Gasthof zum Plettenberg bietet seinen Gästen Gutbürgerliches, besonders gerne schwäbische Spezialitäten an. Dabei legt Wolfgang Riedlinger Wert darauf, dass die verarbeiteten Produkte aus der Region kommen. „Es hat uns sehr gut im Gasthof zum Plettenberg gefallen“, urteilten die Munders jetzt.

Eine Art SGV – aber auf schwäbisch

Der Plettenberg ist nicht einfach nur ein Berg. Er hat viele Gesichter, erkannten Wolfgang und Rosel Munder bei ihrem Besuch rasch. Man kann den Plettenberg als Standort der „Schiefer-Erlebniswelt“ mit großer Bühne haben, kann einen Blick in das riesige Kalkstein-Abbaugebiet werfen und die Arbeiten aus gebührender Entfernung bestaunen oder den Plettenberg nach bester SGV-Tradition auch erwandern. „Das Klima am Plettenberg ist das gleiche wie im Sauerland“, berichtet Wolfgang Munder. Die Landschaft ist aber sehr viel anders. „Es ist dort hügelig mit weitem Blick, während es im Sauerland sehr viel enger in den Tälern ist.“ 

Der Albverein betreibt eine Hütte am Plettenberg

Der Plettenberg ist nicht nur ein Steinbruch. Von der höchsten Plattformstufe aus hat Wolfgang Munder einen wunderschönen Blick über die Schwäbische Alb genossen.

Und doch sind die Gemeinsamkeiten von Plettenberg und Plettenberg evident. So wie es im Sauerland den SGV gibt, ist am Plettenberg der Schwäbische Albverein aktiv. Das Wegenetz am Plettenberg ist gut ausgezeichnet; auch öffentliche Schilder weisen dem Wanderer den Pfad. Wer den Plettenberg hinaussteigt, wird an der höchsten Stelle mit einem unbeschreiblichen Blick über die Berggipfel und hinaus ins weite Land belohnt. Auf dem Plateau, das sei an dieser Stelle erwähnt, spielt übrigens regelmäßig die „Plettenberg Stammtischmusig“ zum open-air-gig. 

Auf dem Plettenberg gibt es ansonsten – der Situation auf der Nordhelle nicht unähnlich – die Plettenberghütte, die sonn- und feiertags von 10 bis 20 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet hat. Wanderern und Ausflüglern empfiehlt sich die Hütte mit handfester, gut bezahlbarer Kost für einen breiten Publikumsgeschmack. Übrigens besteht die Wandergastronomie auf dem Plettenberg nun schon seit mehr als 60 Jahren, ist also eine echte Erfolgsnummer und einen Besuch wert.  Über diese Homepage gehts zur Plettenberg-Wanderhütte:

https://dotternhausen.albverein.eu/beispiel-seite/die-plettenberghuette/

Stefan Aschauer-Hundt

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