Neuer „RTW 1“ gestern Abend feierlich an die Einsatzkräfte Am Wall übergeben

Zuwachs auf der Feuerwache

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Plettenberg - Die Plettenberger Feuerwehr hat Zuwachs bekommen – und zwar von einem neuen Rettungswagen (RTW), der in den nächsten Tagen erstmals durch die Stadt sausen wird, um Menschen in Not zu helfen. Bei dem RTW handelt es sich um einen Mercedes Benz 519 CDI Sprinter.

„Das besondere an diesem Fahrzeug ist, dass es so modern ist und die Rettungskräfte entlastet werden können. Dazu dient das besondere Fahrtragegestell“, erklärte Wachenleiter Peter Hemscheidt am Dienstag im Rahmen der feierlichen Fahrzeug-Übergabe, zu der neben dem Bürgermeister Ulrich Schulte auch weitere Mitglieder aus Politik, Verwaltung, von der Polizei und aus den eigenen Reihen zur Wache kamen.

 Dieses Fahrtrage-System, das Hemscheidt erwähnte, ermöglicht es, durch ein elektrisch betriebenes Hydraulik-Hebe- und Zug-System Patienten schonend (ruckfrei) und sicherer in den oder aus dem RTW zu befördern. Vorteilhaft ist das Tragesystem insbesondere bei Verletzungen an der Wirbelsäule. Zudem reduziert es durch das automatische Anheben und Absenken der Liege das Tragen und Bücken der Rettungskräfte und beugt somit einer Wirbelsäulenbelastung und Arbeitsausfallkosten vor. „Das rechnet sich daher auch wirtschaftlich und wurde arbeitsmedizinisch befürwortet“, erklärte Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel dazu.

 Das System ist für ein Patientengewicht bis zu 318 Kilogramm zugelassen. Insgesamt liegen die Gesamtkosten für die Fahrzeuganschaffung bei rund 200 000 Euro, inklusive Aufbau und Ausbau. Zum Ausbau gehört unter anderem der „Crash-getestete“ Sicherheitskoffer. Dieser soll in etwa sieben bis acht Jahren, wenn das neue Fahrzeug voraussichtlich wieder weitgehend verschlissen sein wird, möglichst nur technisch überholt und auf ein neues Fahrzueg aufgesetzt werden. Der alte RTW 1, der jetzt abgelöst wird, war übrigens auch ein Mercedes Benz, allerdings ein Vario 818 D. Dieser soll jetzt kurzfristig – nach insgesamt neun Jahren Einsatzdauer mit 215 000 Kilometern Laufleistung nach rund 10 000 Einsätzen – verkauft werden.

 „Dieses Fahrzeug ist ein ganz besonderes Fahrzeug, denn in Zukunft werden sich in diesem RTW einige menschliche Schicksale ereignen – sowohl erfreuliche, als auch weniger schöne“, erklärte Hemscheidt den Anwesenden den Grund, warum die Indienststellung so wichtig für ihn und seine Kollegen sei. 

In den nächsten Monaten soll übrigens noch ein vergleichbarer neuer RTW kommen. Nach der Ansprache durfte jeder Interessierte einen Blick in dieses „besondere, optisch sehr moderne Fahrzeug werfen und selbst einmal „probeliegen“. 

Obwohl das Ausprobieren den Freiwilligen sichtlich Spaß machte, waren sich jedoch alle Anwesenden einig, in Zukunft lieber nicht mehr in diese Situation kommen zu wollen.

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