Ab Montag sind wieder mehr Schüler im Präsenzunterricht

Zusätzliche Schülerfahrten? Was die Stadt Plettenberg dazu sagt

Weitere Schülerfahrten soll es in Plettenberg zunächst nicht geben.
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Weitere Schülerfahrten soll es in Plettenberg zunächst nicht geben.

Mit dem in der nächsten Woche wieder anlaufenden Schulbetrieb stellt sich auch wieder die Frage, wie die Kinder und Jugendlichen möglichst coronasicher per Linienbus zum Unterricht und zurück nach Hause kommen. 

Plettenberg - Nachdem die Verträge mit privaten Busunternehmern, die bis zum Lockdown im Dezember Verstärkerfahrten angeboten haben, ausgelaufen sind, hat die Landesregierung die Förderung zusätzlicher Schulbusse bis zu den Sommerferien verlängert. Davon wird die Stadt Plettenberg aber zunächst keinen Gebrauch machen.

Wie Schulamtsleiter Christoph Wilk auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte, sei die „Beauftragung von zusätzlichen Bussen, die leer fahren würden, weder wirtschaftlich noch nachhaltig.“ Geplant sei, dass die Fahrer der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) die Auslastung der Busse beobachten sollen. Sollte sich herausstellen, dass auf einzelnen Linien ein Bedarf an Verstärkerfahrten vorhanden ist, könnten diese sehr kurzfristig zum Einsatz gebracht werden.

Kommunen wie Lüdenscheid und Altena hatten weitere Busse für den Schülerverkehr bei privaten Bus-Unternehmen beantragt.

In einer Erklärung des Landesministeriums für Verkehr heißt es unter anderem: „Die Förderrichtlinie zum Schulbusprogramm sieht eine Vollfinanzierung der Mehrausgaben vor.“ Zusammen mit den im vergangenen Schulhalbjahr gewährten Mitteln seien rund 21 Millionen Euro bewilligt worden. Bislang haben demnach 137 Kommunen Anträge für zusätzliche Schülerverkehre gestellt.

MVG-Sprecher Jochen Sulies kündigte an, ab Montag gelte „der ganz normale Schulfahrplan“. Durch die Aufteilung von Schulklassen „erwarten wir aber eine geringere Fahrgastnachfrage“.

Nach Angaben des Verbandes Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen (NWV) in Langenfeld stehen derzeit landesweit bis zu 1 000 zusätzliche Busse zur Verfügung. NWV-Sprecherin Andriana Sakareli berichtet von Anfragen aus Städten und Gemeinden, die die Förderung in Anspruch nehmen wollen. Einige seien dabei „pfiffiger“ als andere. Sakareli: „Insgesamt ist das Bild uneinheitlich.“

Doch Eltern und Schülern ist nicht nur wichtig, wie die Schüler in die Schulen kommen, sondern auch, wie der ab Montag startende Wechselunterricht ablaufen wird. Dazu hat das Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) einen Elternbrief veröffentlicht.

Demnach soll jeder Schüler bis zu den Osterferien (29. März bis 10. April) fünf Präsenztage in der Schule im Böddinghauser Feld haben. Das bedeutet, dass alle Fächer bis zu den Osterferien mindestens einmal in Präsenz unterrichtet werden sollen. „Somit wird auch der Kontakt zu allen Fachlehrern hergestellt“, heißt es in dem Schreiben des ASG.

Der Unterricht für die Jahrgangsstufen 5 bis zur Einführungsphase (EF; erstes Jahr der gymnasialen Oberstufe) soll von der ersten bis zur sechsten Unterrichtsstunde erteilt werden. Der Nachmittagsunterricht finde in Distanz statt.

Die Schüler würden dazu in zwei Gruppen aufgeteilt, die in den beiden noch verbleibenden Wochen bis zu den Osterferien jeweils an zwei beziehungsweise drei Tagen in die Schule kommen sollen. Die Jahrgangsstufe EF wird ebenfalls in Gruppen aufgeteilt, hier anhang der Nachnamen (Gruppe 1: A bis K; Gruppe 2: L bis Z).

Der Unterricht für die Abschlussklassen soll nach Plan laufen, inklusive der 8. und 9. Stunde. Die Mittagspause soll bis zu den Osterferien verkürzt werden (12.55 bis 13.15 Uhr).

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