Gegen Corona war auch Agent 007 machtlos

Zugpferd James Bond: Erster großer Filmstart nach dem Lockdown

Ein Treffen mit 007: Die beiden Kino-Mitarbeiter Anna-Maria Blazek und Patrick Hahn vor dem Bond-Aufsteller.
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Ein Treffen mit 007: Die beiden Kino-Mitarbeiter Anna-Maria Blazek und Patrick Hahn vor dem Bond-Aufsteller.

Die lange Zeit des Wartens ist vorbei: Ab dem 30. September läuft der neue James-Bond-Streifen mit dem Namen „Keine Zeit zu sterben“ auch im Plettenberger Weidenhofkino. Die Vorfreude ist groß – sowohl bei den heimischen Filmfreunden als auch natürlich bei den Kinobetreibern.

Plettenberg - „Bond ist ein echtes Zugpferd“, sagt Kinoleiterin Melanie Jeismann. Die Nachfrage nach Karten sei groß: Bereits am 13. September startete der Vorverkauf. Und wer sich noch einen guten Platz für die ersten Vorstellungen sichern möchte, dem empfiehlt Jeismann, rasch zu handeln.

Ursprünglich hätte dieser Bond-Film, in dem letztmals Schauspieler Daniel Craig die Hauptrolle spielt, bereits vor eineinhalb Jahren anlaufen sollen. Doch dann kam Corona – und gegen die Pandemie war auch der gewiefte Agent 007 machtlos. Während der Filmstart verschoben wurde, brachen für die Kinos harte Zeiten an.

Auch das Weidenhof musste vorübergehend schließen und ums Überleben bangen; die Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt. Acht Monate lang war an einen geregelten Betrieb mit Publikumsverkehr nicht zu denken. Doch das Team gab nicht auf und nutzte die Zeit für längst geplante Umbauten und Erneuerungen.

Anfang Juli konnte Wiedereröffnung gefeiert werden. Doch wie würden die Kunden auf diese lange Pause reagieren? Die Verunsicherung im Mitarbeiterteam wich rasch der Erkenntnis: „Den Leuten hat das Kino gefehlt, es gehört für sie in Plettenberg zum Leben dazu“, erzählt Melanie Jeismann und spricht von besuchsreichen Tagen und gut gefüllten Kinosälen.

Zu den Höhepunkten nach der Wiedereröffnung zählte ohne Zweifel der Aktionstag rund um den Kinderfilm „Paw Patrol“. Mehr als 300 Besucher kamen nicht nur, um den Film zu sehen, sondern auch um die Rettungsstaffel Märkisches Sauerland und ihre Vorführungen zu erleben. Die Nachfrage sei ungebrochen, sodass der Animationsfilm bereits in der sechsten Woche läuft und weiterhin Familien anlockt.

Diese Corona-Regeln gelten beim Kinobesuch

Die Kinobetreiber bitten darum, Karten möglichst im Internet zu kaufen; aber auch die Nutzung der Tageskasse vor Ort ist möglich. Im Weidenhof gilt die 3 G-Regel: Die Besucher müssen einen Nachweis erbringen, dass sie zweifach geimpft, genesen oder getestet sind (bescheinigter Schnelltest ist 24 Stunden gültig, PCR-Test 48 Stunden lang). Kinder unter sechs Jahren und Schüler brauchen keine Nachweise. Kinder unter zehn Jahren können zur Zeit nur in Begleitung eines Erwachsenen einen Film sehen. Im Kino gilt generell Maskenpflicht; diese wird lediglich am Sitzplatz aufgehoben, dort darf der Mundschutz abgesetzt werden. Zudem erinnern die Betreiber an die Einhaltung von Mindestabständen und an die Nutzung der bereitgestellten Desinfektionsmittel für Hände.

Auf diesen Kracher für den Nachwuchs folgt nun mit James Bond ein Muss für jeden erwachsenen Kinofan, wie Melanie Jeismann findet. Sie selbst kennt alle Teile der Filmreihe: „Ich bin schon gespannt, wer demnächst die Figur des James Bond spielen wird“, wirft die Plettenbergerin bereits einen Blick nach vorn, um nicht zu viel über die Handlung von „Keine Zeit zu sterben“ zu verraten.

Wer sich die Abschiedsvorstellung von Agent Daniel Craig anschauen möchte, der hat wochentags um 16.30 Uhr und um 19.45 Uhr Gelegenheit dazu. Am Wochenende wird es Zusatzvorstellungen um 13.30 Uhr geben. Die frühen Startzeiten liegen in der langen Filmdauer von knapp drei Stunden (inklusive Werbung) begründet.

Vor und nach dem Film haben die Besucher übrigens nicht nur die Möglichkeit, sich mit Knabbereien und Getränken einzudecken. Im Foyer können sie auch ein Erinnerungsfoto neben James Bond (als Pappaufsteller) machen und dem berühmten Geheimagenten somit besonders nah sein.

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