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Zu Weihnachten freie Fahrt auf dieser kurvenreichen Landstraße

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Von: Georg Dickopf

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Der zweite Abschnitt der L619 soll ab Plettenberg-Leinschede möglicherweise im nächsten Jahr auf einer Länge von 2,5 Kilometern saniert werden.
Bis kurz vor Weihnachten werden an der Landstraße L619 noch Restarbeiten erledigt, dann soll die kurvenreiche Landstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden. © GOOGLE MAPS

Auf vielen Straßen im Sauerland gibt es Stau. Zumindest eine Engstelle - eine Vollsperrung - soll bis Weihnachten aufgehoben werden.

Plettenberg/Neuenrade – Der Märkische Kreis ist seit einem Jahr geprägt von Sperrungen, Umleitungen und Verkehrsbehinderungen. Neben dem Verkehrschaos wegen der A45-Sperrung rund um Lüdenscheid, den Behinderungen auf der B236 in Nachrodt und den Baumfällmaßnahmen an der B236 zwischen Plettenberg und Werdohl ist seit August auch die Allendorfer Straße voll gesperrt.

Die kurvenreiche Landstraße, die von der B236 in Höhe Leinscheide nach Allendorf führt, wird im Auftrag von Straßen.NRW komplett saniert. Allerdings nicht auf voller Länge, sondern ab dem Wanderparkplatz Schlot bis zur Ortschaft Hüttebrüchen, also sozusagen ab der Grenze zum Hochsauerlandkreis in Richtung Allendorf.

Wie Straßen.NRW-Sprecherin Christina Knippschild auf Anfrage betonte, wurde auf dem 3,5 Kilometer langen Teilstück der Landstraße ein Vollausbau vorgenommen – die Straße sei also mitsamt Unterbau komplett erneuert worden. „Ziel ist wie von Anfang an geplant, die Maßnahme bis zur 51. Kalenderwoche, also bis Weihnachten, weitgehend abzuschließen“, betonte sie.

Das mit den Arbeiten beauftragte Bauunternehmen Hilgenroth aus Sundern sei derzeit noch mit Restarbeiten an den Hauszufahrten und den Straßenrändern beschäftigt. Zudem müssten noch die neuen Leitplanken entlang der kurvenreichen Strecke angelegt werden.

„Der Asphaltbelag ist glücklicherweise fast zu 100 Prozent fertig, denn ansonsten hätte es bei der aktuellen Witterung auch schwer werden können mit der Fertigstellung. Ich gehe davon aus, dass wir die Strecke noch vor Weihnachten wieder freigeben können“, so Knippschild. Nötigenfalls werde eine Geschwindigkeitsbeschränkung wegen der noch fehlenden Markierungen und anderer noch offener Restarbeiten vorgenommen.

Seit August ist die L619 von Plettenberg nach Allendorf voll gesperrt. Vor Weihnachten werden die Baken möglicherweise komplett weggeräumt.
Seit August ist die L619 von Plettenberg nach Allendorf voll gesperrt. Vor Weihnachten werden die Baken möglicherweise komplett weggeräumt. © Dickopf

Ob und wann der zweite Bauabschnitt vom Schlot in Richtung Plettenberg folgt, konnte Knippschild nicht sagen, da für diesen Abschnitt die Straßen.NRW-Sektion Südwestfalen zuständig sei und über eigene Etatansätze verfüge.

Wer die Strecke von Plettenberg aus befährt, holpert in den ersten Serpentinen über große Schlaglöcher. Und auch in der Straßen.NRW-Niederlassung Südwestfalen ist der schlechte Zustand der Landstraße bekannt.

Wie Sprecherin Julia Ollertz betonte, habe man den Ausbau der Straße vom Abzweig an der Bundesstraße in Höhe Plettenberg-Leinschede in zweieinhalb Kilometer Länge geplant. Nach der zweiten Haarnadelkurve ende der Ausbau. Danach sei die Straße bis zum Wanderparkplatz Auf dem Schlot in einem deutlich besseren Zustand.

Der zweite Abschnitt der L619 soll ab Plettenberg-Leinschede möglicherweise im nächsten Jahr auf einer Länge von 2,5 Kilometern saniert werden.
Der zweite Abschnitt der L619 soll ab Plettenberg-Leinschede möglicherweise im nächsten Jahr auf einer Länge von 2,5 Kilometern saniert werden. © GOOGLE MAPS

Man habe die Maßnahme gemeldet und sie sei Bestandteil des Landesstraßenerhaltungsprogrammes 2023. „Wir würden die Sanierung der Landstraße 619 gerne durchführen, aber das liegt in der Hand des Ministeriums, das eine Dringlichkeitsreihenfolge vornimmt“, sagt Ollertz. Dabei seien allerdings alle baufälligen Straßen in Nordrhein-Westfalen im Fokus. Maßgebend sei auch, ob ein Vollausbau – wie gerade im Bereich ab Schlot – oder nur eine Fahrbahnerneuerung vorgenommen werde. Berücksichtigt werde bei der Entscheidung in Düsseldorf auch, inwieweit der Verkehr umgeleitet werden kann und wo in der Nähe weitere Maßnahmen geplant sind.

„Wenn wir bis Ostern die Zusage bekommen, wird mit der Sanierung des zweiten Teils der Landstraße in jedem Fall noch im nächsten Jahr begonnen“, betonte Julia Ollertz.

Nach dem Weihnachtsgeschenk mit der baldigen Freigabe der L619 wäre der Ausbau des verbliebenen, maroden Streckenabschnitts dann eine Art Ostergeschenk, verbunden allerdings mit einer mehrmonatigen Vollsperrung. Aber Verkehrssperrungen sind die Sauerländer ja gewohnt...

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