Schulleiterin spricht sich klar dafür aus

Ja zur Hauptschul-Zusammenlegung - die Frage ist nur: Wann?

Die Zeppelinschule in Plettenberg mit ihrem Standort an der Zeppelinstraße.
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Die Zeppelinschule mit ihrem Standort an der Zeppelinstraße.

Aus zwei Standorten der Zeppelin-Hauptschule soll einer werden. Darin sind sich alle Beteiligten bisher grundsätzlich einig. Aber bis es soweit ist, könnte es noch dauern.

Plettenberg - Aus dem Gebäude an der Zeppelinstraße, das stark in die Jahre gekommen ist, soll es komplett in den Standort nach Böddinghausen gehen, der dafür aber einen Anbau benötigt. Dafür sollen nun Pläne entwickelt werden.

Für diese Zusammenlegung, über die die Heimatzeitung bereits Mitte der Woche berichtet hatte, sprach sich am Donnerstag im Bildungsausschuss auch Zeppelinschul-Leiterin Sandra Noltsch aus. Die jetzige Lösung mit einem Standort für die Fünft- bis Achtklässler an der Zeppelinstraße und dem Standort in Böddinghausen für die Neunt- und Zehntklässler sorge stets für einen „großen planerischen Aufwand“, betonte Noltsch. Unterrichtszeiten müssten verschoben werden, weil die Buszeiten andere sind, zu oft falle Unterricht aus, weil es zum Beispiel bei spontanen Krankheitsfällen organisatorisch nicht anders passe und auch im sozialen Miteinander spüre man, dass gerade für die Jüngeren die Anwesenheit der Älteren fehlt.

Die Wahl, an welchem Standort die Zeppelinschule in die Zukunft geht, fällt aus mehreren Gründen auf Böddinghausen. Das Gebäude ist moderner, es befindet sich direkt im Schulzentrum und die Nähe zum Aquamagis könnte zum Beispiel Schwimmunterricht ermöglichen, erklärte Sandra Noltsch.

Doch bis der Umzug vonstatten gehen kann, wird es wohl noch dauern. Zwingende Voraussetzung ist ein Anbau, denn um alle Klassen aufnehmen zu können, ist das Gebäude zu klein. Ein weiterer Wunsch ist eine neue Mensa. Diese befindet sich derzeit noch in den Räumen des Alten Hallenbades und damit etwa 500 Meter entfernt vom Schulgebäude und sollte bei einem Anbau entsprechend integriert werden.

Politik und Stadtverwaltung stehen dem Vorhaben positiv gegenüber. „Wir brauchen diese Schulform, wir müssen da etwas tun“, sagte zum Beispiel Dietmar Rottmann (CDU) im Bildungsausschuss. Peter Schmidtsiefer (SPD), selbst Lehrer, unterstrich: „Es würde der Attraktivität der Hauptschule und des Schulstandortes Plettenberg dienen.“

Der Ausschuss gab am Donnerstag sein einstimmiges Votum, dass die Planungen für einen Anbau aufgenommen werden sollen und dass die Genehmigung für die Lösung mit zwei Standorten bei der Bezirksregierung noch einmal für zwei weitere Jahre beantragt werden soll.

Kann damit auch der Umzug schon in zwei Jahren durchgeführt werden? Wohl eher nicht, wie Schulamtsleiter Christoph Wilk erklärte. Die zweijährige Verlängerung der jetzigen Lösung habe rein formelle Gründe. Der Um- beziehungsweise Anbau am Schulgebäude in Böddinghausen werde mitsamt Planung, Ausschreibung und Durchführung länger dauern. Bürgermeister Ulrich Schulte: „Es wird wohl 2024 werden, bis die Schule umziehen kann.“

Grundschulen in Plettenberg: Auch hier steht ein Wandel bevor

Während es beim Standort Zeppelinschule schon um konkretere Pläne geht, ist zu Zusammenlegungen bei den Grundschulen bisher öffentlich wenig bekannt gegeben worden. Dass aber auch hier Handlungsbedarf besteht, wurde im Bildungsausschuss noch einmal deutlich.

Der künftige Rechtsanspruch für alle Eltern auf einen Platz für ihre Kinder in der Offenen Ganztagsschule (OGS) wird alle Standorte, die bisher die OGS und die Mensen in umgestalteten Klassenräumen untergebracht haben, vor große Platzprobleme stellen. Deshalb soll gehandelt werden.

Eine Arbeitsgruppe mit Verantwortlichen aus dem städtischen Bauamt, den Schulen, der Schulbetreuung, dem Bürgermeister und dem Kämmerer beschäftigt sich mit Lösungen.

Peter Schmidtsiefer (SPD) betonte im Ausschuss, dass über allen Überlegungen die Frage stehen müsse: „Was ist für die Kinder gut?“ Außerdem meinte er, dass sich bei Zusammenlegungen „bestimmte Ortsteile nicht zurückgesetzt“ fühlen dürften. Der nächste Schritt ist nun ein Zukunfts-Konzept für die Grundschullandschaft in Plettenberg, für dessen Erstellung sich der Ausschuss einstimmig aussprach.

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