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Kunstwerk aus Plettenberger Schule geht auf die Reise nach Münster

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Von: Dirk Grein

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Zeppelinschüler Plettenberg gestalten Bild für humanitäre Schule
Dieses Gemeinschaftsbild der Plettenberger Zeppelinschüler erhält einen würdigen Platz in Münster: Katharina Plate, Bildungsreferentin des Jugendrotkreuzes Westfalen-Lippe, nahm das Bild von Diden Deniz (Schulsozialarbeiterin), Lehrerin Almut Müller und Khaoula Gerdes (ebenfalls Schulsozialarbeiterin, von links) in Empfang. © Dirk Grein

Der Einsatz für den Gegenüber, für einen besseren Umgang miteinander, all das genießt an der Zeppelinschule in Plettenberg einen hohen Stellenwert. Die Auszeichnung als Humanitäre Schule hat die Einrichtung nicht ohne Grund erhalten. Und die Jugendlichen gehen einen Schritt weiter: Sie bedanken sich auf künstlerische Weise für diese Zertifizierung.

Plettenberg - „Das Hamsterrad des Lebens“ so haben die Hauptschüler ihr großformatiges Gemeinschaftsbild genannt. Dieses haben sie mit Unterstützung des Aktionskünstlers Ali Jendoubi aus Dortmund erstellt. In der Mitte des Hamsterrades ist ein gesichtsloses Mädchen zu sehen. Um sie herum sind Dinge zu erkennen, die unseren Alltag bestimmen: ein vollbesetztes Flüchtlingsboot auf hoher See, ein Panzer als Zeichen des Krieges, Coronaviren, die um eine Maske schwirren sind zu erkennen.

„Die Kinder haben sich über mehrere Wochen intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt“, erzählt Schulsozialarbeiterin Khaoula Gerdes. Beschaffung der Farben, das Erstellen von Einzelskizzen, Absprache mit dem Aktionskünstler sowie das Auftragen der Farben auf die Leinwand – bis zu 16 Jugendliche waren an der Entstehung beteiligt.

Diese Arbeit war ein Baustein auf dem Weg der Zertifizierung zur Humanitären Schule. Eine Auszeichnung, die das Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe im Juni an insgesamt 26 Schulen aus Nordrhein-Westfalen verliehen hat. Die Zeppelinschule war eine von wenigen Hauptschulen, die ausgezeichnet wurde. Die Plettenberger haben sich über das Mindestmaß mit dem Thema Humanität auseinandergesetzt, lobte Bildungsreferentin Katharina Plate: „Der kreative Zugang hat eine besondere Wirkung auf die Jugendlichen.“

Plate war am Dienstag nicht nur nach Plettenberg gekommen, um Khaoula Gerdes offiziell das Schild „Humanitäre Schule“ zu überreichen. Auf den Rückweg nahm sie in einem Bulli das Bild der Zeppelinschüler mit, das in der Zentrale des Jugendrotkreuzes in Münster einen würdigen Platz erhalten soll. „Wir sind stolz auf unsere Schüler und ihren Einsatz“, freute sich auch die Schulsozialarbeiterin über den gelungenen Abschluss des Kunstprojektes.

Weitere soziale Projekte der Zeppelinschule

Seit Jahren unterstützten die Hauptschüler Patenkinder in Gambia: Durch Spenden wird jeweils ein Kind in dem afrikanischen Land bis zur Volljährigkeit begleitet. Auch vor Ort engagieren sich die Zeppelinschüler – zum Beispiel im Generationenprojekt mit den heimischen Altenheimen. Für den Plettenberger Generationentag erstellten die Jugendlichen ein Tipi, in dem symbolisch alle Menschen einen Platz gefunden haben. Außerdem sammelten die Schüler jüngst Spenden für die Flüchtlinge aus der Ukraine. „Unsere Schüler sind sehr sozial eingestellt“, betont Khaoula Gerdes.

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