Albtraum in den frühen Morgenstunden

Wohnhaus-Brand: Flucht mit Leguan und Collie unterm Arm aus dem brennenden Keller

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Mischlingshündin Marie rannte zunächst in den Brandkeller, überstand die Brandnacht aber letztlich unbeschadet.

Plettenberg – Es war der Albtraum eines jeden Hausbesitzers, als der Sohn am Donnerstag gegen 4.40 Uhr in Plettenberg-Holthausen von einer zerborstenen Fensterscheibe wach wurde, nur noch Flammen in seiner Kellerwohnung sah und laut durch das Haus rief: „Es brennt!“

Nachdem der 29-Jährige sich zunächst mit seiner Freundin in Sicherheit brachte, holte er geistesgegenwärtig seine Reptilien aus dem Terrarium. In dem Moment kam ihm Collie-Mischlingshündin „Marie“ entgegen, die verschreckt durch die überall piependen Feuermelder panisch in den lichterloh brennenden Keller gerannt war.

„Mein Sohn hat sich dann den Collie geschnappt und kam mit ihm und dem Leguan unter dem Arm nach oben gerannt und hat die Tiere zu den Nachbarn gebracht“, schilderte die Mutter, die sich selbst die beiden Chihuahuas „Mischka“ und „Chico“ schnappte und sie nach draußen brachte.

So sah das Haus am Morgen danach aus.

 Währendessen versuchte ihr Mann, die Flammen per Pulverlöscher zu bekämpfen. „Aufgrund der großen Hitzeentwicklung kam er gar nicht nah genug an die Flammen heran“, erzählte die Plettenbergerin, die im ersten Moment nur daran dachte, alle lebend aus dem Haus zu bekommen. Fast zeitgleich nach ihrem Feuerwehr-Notruf habe auch der Nachbar die Feuerwehr alarmiert. Die Meldung zum Brand lesen Sie hier.

„Auf unsere Nachbarn hier kann man sich wirklich verlassen. Die Hilfsbereitschaft ist ganz toll“, zeigte sich die Plettenbergerin gerührt, ehe das Telefon klingelte und passenderweise ein weiterer Nachbar anrief, um der Familie seine Unterstützung anzubieten. „Wir haben unsere Hunde alle noch in der Nacht zum Nachbarn gebracht“, freute sich die Hundebesitzerin, die sich in der Brandnacht auch noch um ihre beiden Katzen sorgte.

Blick auf das verbrannte Arbeitszimmer.

 „Die haben sich bei uns unter dem Bett im Schlafzimmer verkrochen, aber alles gut überstanden.“ Und so bleibt festzuhalten, dass sämtliche Tiere des 29-jährigen Sohnes (zwei Bartagame, zwei Kornnattern und ein Leguan) gerettet wurden und auch die drei Hunde und zwei Katzen die Brandnacht überlebten. Sieht man die Bilder von der ausgebrannten Kellerwohnung, gleicht es einem Wunder, dass nur ein hoher Sachschaden entstand und niemand verletzt wurde. Im Obergeschoss verschmorten die heruntergelassenen Rollläden, doch die Fenster hielten das Feuer ab. Als Collie-Hündin Marie gestern in das noch bewohnbare Obergeschoss zurückkehrte, war die Freude groß. 

Dankbar und erleichtert ist die Familie auch, weil der 29-jährige Sohn mit seiner Freundin und den Reptilien in der Kellerwohnung der Nachbarn wohnen kann, bis die massiven Brandschäden beseitigt sind. „Es tut gut zu wissen, dass man solche Nachbarn und Freunde hat“, so die Plettenbergerin.

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