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Krisen und Kriegen zum Trotz: Arbeitsmarkt weiter robust

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Von: Christos Christogeros

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Arbeitsagentur
Im Sinkflug: Die Zahl der Arbeitslosen hat sich auch im September in den Nachbarkommunen Plettenberg und Herscheid verringert. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Immer weiter steigende Energiepreise setzen auch den heimischen Unternehmen zu. Gepaart mit den bereits länger bestehenden Problemen wie Liefer-Engpässen und unsicheren Zukunftsaussichten könnte man von einem giftigen Cocktail für den heimischen Arbeitsmarkt sprechen. Doch dieser zeigt sich (immer noch) robust: So meldet die Agentur für Arbeit Iserlohn auch für September rückläufige Arbeitslosenzahlen.

Plettenberg/Herscheid - Stefan Steinkühler, Operativer Geschäftsführer der Iserlohner Arbeitsagentur, schränkt jedoch ein: „Die Arbeitslosenzahlen sind etwas verhaltener zurückgegangen als saisonal üblich. Ein Grund hierfür ist die Erfassung und Registrierung von Menschen ukrainischer Staatsbürgerschaft durch die Jobcenter, die zu einem statistischen Effekt führt. Ob sich in den nächsten Wochen weitere Faktoren wie beispielsweise steigende Energiepreise auf unseren heimischen Arbeitsmarkt auswirken, bleibt abzuwarten“.

Derzeit sind diese Auswirkungen noch nicht zu spüren: So hat sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Plettenberger und Herscheider um 28 Personen auf 953 im September verringert. Das sind 64 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für den heimischen Bereich lag im September bei 5,4 Prozent (September 2021: 5,7 Prozent).

In Plettenberg waren laut Arbeitsagentur 812 Personen im September ohne Job – 17 Menschen weniger als noch im August. Im Vergleich zum September des Vorjahres hat sich die Zahl der Arbeitslosen um 43 Personen verringert. 370 Frauen und 442 Männer ohne Job werden in der Statistik für September geführt.

Auch in Herscheid hat sich die Zahl der Arbeitslosen im September verringert – um elf Personen. Demnach waren 141 Herscheider ohne Job. Das sind 21 weniger als noch im September 2021. Aktuell sind 79 Frauen und 62 Männer in der Ebbegemeinde auf Jobsuche.

Die Agentur für Arbeit Iserlohn könne noch nicht sagen, wie sich der heimische Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten entwickelt. Zu unsicher seien alleine die weiteren Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine. Wichtig sei jedoch, die jetzt in der Region vorhandenen Fachkräfte zu halten.

„Wir appellieren daher an Unternehmen, die sich aktuell aufgrund der Situation in einer wirtschaftlichen Notlage befinden, über das Instrument der Kurzarbeit nachzudenken und sich rechtzeitig bei uns in der Arbeitsagentur beraten zu lassen“, sagt Stefan Steinkühler.

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