Auch wegen den Entlassungen bei Dura: Arbeitslosigkeit in Plettenberg steigt

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Bis zum bitteren Ende hatten die Mitarbeiter von Dura um den Erhalt ihres Werkes gekämpft – vergebens. Die Entlassung von hunderten Mitarbeitern lässt jetzt auch die Zahl der Arbeitslosen für Mai steigen.

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Plettenberger und Herscheider hat sich von April auf Mai um 153 Personen auf insgesamt 1 034 Personen erhöht. Wie die Agentur für Arbeit Iserlohn erklärt, liegt dieser Anstieg unter anderem in den Entlassungen bei der heimischen Firma Dura begründet.

Das Unternehmen mit Werken in Plettenberg und Selbecke hatte seine Standorte zu Ende April geschlossen. Mehrere hundert Arbeitnehmer stehen seitdem ohne Job dar. Das betrifft auch Bewohner Herscheids, von denen einige ebenfalls bei Dura beschäftigt waren.

Die Arbeitslosenquote für den heimischen Bereich beläuft sich damit für Mai auf 5,7 Prozent. Vor einem Jahr lag der Wert noch bei 4,5 Prozent.

„Seit Jahresbeginn ist der Arbeitslosenbestand erstmals angestiegen. Hinter diesem Anstieg stecken zum Einen ehemalige Mitarbeiter von Dura, die zum 1. Mai arbeitslos geworden sind“, erklärt Sandra Pawlas, Chefin der Agentur für Arbeit Iserlohn. Im Gegensatz dazu erlebe der heimische Bereich dennoch weiterhin eine hohe Arbeitskräfte-Nachfrage.

878 Plettenberger sind im Mai arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats handelt es sich um ein Plus von 134 Personen. Auch im Vergleich zum Mai 2018 hat sich die Zahl der joblosen Plettenberger erhöht: Damals waren 695 Einwohner der Vier-Täler-Stadt arbeitslos gemeldet. Unter den 878 arbeitslosen Plettenbergern befinden sich im Mai 377 Frauen und 501 Männer. Damit ist im Vergleich zum April ein deutlicher Anstieg der männlichen Arbeitslosen in Plettenberg zu erkennen.

Auch in der Ebbegemeinde hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Mai erhöht: 156 Personen sind hier ohne Job – 19 Personen mehr als noch im April. Im vergleich zum Mai 2018 steigt die Zahl der Arbeitslosen damit um 19 Personen. Unter den 156 joblos gemeldeten Herscheidern befinden sich 76 Frauen und 80 Männer.

Pawlas macht allen, die derzeit auf der Suche nach einer neuen Anstellung sind, Hoffnung: „Die Stellenmeldungen sind beständig hoch. Die derzeit knapp 6 000 offenen Stellen (im Bereich der Agentur) zeigen gute Chancen für Arbeitssuchende.“ Allerdings scheinen die Jobs in der Metallindustrie – besonders wichtig für viele der jetzt arbeitslos gewordenen Dura-Mitarbeiter – rar gesät. Gesucht würden derzeit vorrangig Personen mit Qualifikationen im Handwerk, im gewerblich-technischen, kaufmännischen oder Gesundheitsbereich.

„Der Arbeitsmarkt befindet sich in stabiler Verfassung“, resümiert Pawlas.

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