Fragen zur Kommunalwahl

Wie wollen Sie die Stadt Plettenberg nach vorne bringen?

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Förderung der heimischen Industrie, Erhalt der natürlichen Schönheiten – dies steht für die heimischen Kommunalpolitiker im Vordergrund.

Wie wollen die Parteien beziehungsweise die Wählergemeinschaft PWG die Stadt Plettenberg zukunftsfest machen? Welche Ideen haben sie, um die Stadt auch in den kommenden Jahren attraktiv für Bewohner und Industrie zu halten? Hier die Antworten.

SPD: „Attraktives Arbeiten und Wohnen“

Wir haben in den vergangenen Wochen zu mehreren Fragen Stellung bezogen und Investitionen in den vielfältigsten Themengebieten angekündigt: Freizeit und Kultur, Verkehr und Mobilität, medizinische Versorgung, Kinderbetreuung und Familienförderung – alles ohne Steuererhöhungen. Diese Investitionen greifen wie Zahnräder ineinander und dienen dem langfristigen Ziel, Plettenberg nach vorne zu bringen.

Nicht grundlos haben wir unserer Zukunftsvision den Slogan „Plettenberg: Meine Stadt.“ gegeben. Plettenberg ist eine lebens- und liebenswerte Stadt, die jedem aufgeschlossenen Bürger zahlreiche Räume bietet, die Arbeit und das Privatleben in Einklang zu bringen und das Leben hier zu genießen.

Es ist aber enorm wichtig, dass wir auch intern das Image unserer schönen Kleinstadt pflegen und nach außen tragen. Auf dem Weg zur grünen Industriestadt sind wir offen für Start-Up-Unternehmen und innovative Geschäftsmodelle. Wir unterstützen Pop-Up-Konzepte zur Belebung unseres Einzelhandels. Wir wollen attraktives Arbeiten mit attraktivem Wohnen im Grünen verbinden.

Hätte uns die Corona-Pandemie nicht gestoppt, hätten wir schon mehrere Veranstaltungen unserer neuen Reihe „WerkStadt Zukunftsschmiede“ durchgeführt. Hierbei sind wir im Dialog mit den Bürgern, bevor bestimmte Themen auf der Tagesordnung landen. Unsere „WerkStadt“ wird auch in den nächsten Jahren angeboten, damit Bürgerbeteiligung endlich ernst genommen wird. Die Stimme der Bürger zählt nicht nur am Wahltag – sie zählt jeden Tag.

CDU: „Wirtschaft und Tourismus fördern“

Zunächst einmal ist hier eines wichtig: Plettenberg ist schon vorne! Vielmehr geht es uns darum, Plettenberg noch weiter nach vorne zu bringen.

Seit jeher ist Plettenberg durch die mittelständische Industrie geprägt. Sie ist zum Einen Arbeitgeber für viele Plettenbergerinnen und Plettenberger, stellt aber auch, durch die Gewerbesteuerzahlungen, das finanzielle Rückgrat unserer Stadt dar.

Die CDU sieht sich hier als Mittler und Moderator innerhalb unserer Industrie. Wir glauben, dass die Plettenberger Industrie den Schritt in das Zeitalter der E-Mobilität meistern kann und zwar gemeinsam. Hierzu möchten wir die Vertreter der Industrie regelmäßig an einen Tisch holen und sie durch die Schaffung der Stelle eines Wirtschaftsförderers im Rathaus vollumfänglich unterstützen – sowohl die vorhandenen Betriebe, als auch Investoren, die sich neu in Plettenberg ansiedeln wollen.

Ein Wirtschaftsförderer kann sich voll und ganz auf die Themen der Wirtschaft konzentrieren und steht den Betrieben mit Rat und Tat zur Seite. Eine Wirtschaftsförderung wie aktuell betrieben, nur als ein Teilbereich im Aufgabengebiet einer Person, ist hierbei nicht zweckdienlich.

Darüber hinaus gilt es, den Tourismus als weiteres Standbein für Plettenberg zu etablieren. Wir haben einiges zu bieten und müssen lernen, mit der Tatsache, dass wir da leben, wo andere Urlaub machen, zu werben. Neben dem AquaMagis haben wir eine Natur, die zu Outdooraktivitäten einlädt – und genau damit müssen wir für Plettenberg werben.

FDP: „Schöne Umgebung muss erhalten bleiben“

Neben den bereits behandelten Themenfeldern Kultur und Freizeit, Familien, Verkehr, medizinische Versorgung und Finanzen bestehen noch vielfältige Aufgaben, um unsere Stadt zukunftssicher aufzustellen.

Wir setzen uns daher dafür ein, dass die attraktiven Arbeitsplätze in unserer Region erhalten und neue geschaffen werden. Neben den vielen Automobilzulieferern benötigt unsere Stadt neue, innovative Arbeitsplätze abseits der Automobilindustrie. Hier sehen wir das Dura-Gelände als einmalige Chance. Für unsere vorhandenen Unternehmen benötigen wir weitere Gewerbeflächen. Hier ist bereits Vorsorge durch den Kauf von weiteren Flächen im Gewerbegebiet Köbbinghausen getroffen worden.

Unsere schöne Umgebung, das Plettenberg umgebende Naherholungsgebiet, muss erhalten bleiben. Daher sind wir der Auffassung, dass Windkraftanlagen nicht in den Wald gehören. Die Leerstände in der Innenstadt müssen beseitigt werden, daher setzen wir uns weiterhin für städtische Mietzuschüsse für Gründer ein. Die Verkehrssituation an der Herscheider Straße muss dringend entspannt werden. Deswegen stehen wir zum Bau der Elsetalentlastungsstraße.

Weil das Ehrenamt für uns einen hohen Stellenwert hat, wollen wir unsere Vereine auch weiterhin unterstützen. Alle anstehenden Aufgaben an dieser (begrenzten) Stelle aufzuzählen, ist nicht möglich.

Die FDP Plettenberg ist jedenfalls bereit, die vielfältigen Aufgaben anzugehen, die vorhandenen Probleme zu lösen und sich für eine attraktive und lebenswerte Stadt einzusetzen.

PWG: „Lebensqualität erhalten und verbessern“

Wir wollen, dass Plettenberg eine leben- uns liebenswerte Stadt bleibt und wollen das Machbare möglich machen und uns dafür einsetzen, dass die Lebensqualität in Plettenberg erhalten bleibt und wo möglich noch verbessert wird. Das gilt für die Einkaufsmöglichkeiten, das gilt für die medizinische Versorgung, die im ländlichen Raum nicht einfacher wird.

Wir als PWG wollen alle Möglichkeiten unterstützen, um junge Ärzte nach Plettenberg zu bekommen. Neue Ideen werden wir mit aufgreifen. Wir wissen, wie wichtig die ärztliche Versorgung für die Bevölkerung ist. Die PWG wird ihren positiven Beitrag dazu leisten.

Menschen mit Behinderungen sollen gute Bedingungen in unserer Stadt vorfinden und sich gut im öffentlichen Raum bewegen können.

Die mehr werdenden, älteren Menschen müssen ebenso gute Möglichkeiten haben, sich im öffentlichen Raum zu bewegen und dies nicht nur in der neu gestalteten Innenstadt. Die neuen Ideen von Mehrgenerationshäusern muss gefördert werden. Ebenso der Bau von mehr ambulant betreuten Wohnungseinheiten. Hier sollte wir die Möglichkeiten nutzen, um Bauträger zu unterstützen, die solche Vorhaben durchführen wollen.

Wir wollen, dass Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene und Senioren gute Bedingungen in Plettenberg haben. Daher muss die Infrastruktur immer auf die Zukunftsfähigkeit geprüft werden und wenn nötig, angepasst werden in allen notwendigen Bereichen.

Durch den Strukturwandel in der Automobilbranche müssen wir unsere ansässigen Firmen mit guten Rahmenbedingungen unterstützen, damit sie ihre Veränderungen durchführen können.

Hier wird die PWG im Rat und den Ausschüssen die Anfragen vorbringen.

Grüne: „Bürgerentscheide und Bürgerrat“

Wir Grüne setzen uns ein für mehr Demokratie in Plettenberg. Das bedeutet, umfassende Information und frühzeitige Einbeziehung in die Entscheidungsprozesse.

Bei auftretenden Problemen, zum Beispiel bei der Feuerwehr oder der Kita in Holthausen, müssen alle Standpunkte gehört und daraus gemeinsam Lösungen entwickelt werden, mit denen alle leben können. Miteinander statt gegeneinander.

Wir wollen das Ehrenamt unterstützen und Formate wie Bürgerentscheide und ein Bürgerrat, der ein Konzept entwickeln könnte, wie Plettenberg in zehn, 15 und 20 Jahren aussehen soll. Besonders junge Menschen wollen wir ermuntern, sich einzubringen, denn wir nehmen diejenigen ernst, denen die Zukunft gehört.

Das Klimaschutzkonzept muss zügig fertiggestellt und mit einer Fachkraft umgesetzt werden. Zusätzlich benötigen wir einen Hitzeaktionsplan, um mit den Auswirkungen der Klimaerwärmung besser klar zu kommen. Viel Grün in der Stadt und eine naturnahe Gestaltung von Wald und Gewässern erhalten die biologische Vielfalt, fungieren als Wasserspeicher und Sauerstofflieferant und bieten kühlende Oasen. Durch energetische Gebäudesanierung könnte ein Konjunkturprogramm für Handwerk und Gewerbe entstehen. Eine regenerative Strom- und Wärmeversorgung könnte gemeinsam mit den Stadtwerken als gemeinschaftliche Zukunftsaufgabe umgesetzt werden, sodass alle davon profitieren.

Das Ankurbeln von Wirtschaft und Industrie durch Investitionen aus dem Konjunkturpaket sollte an Nachhaltigkeitskriterien gekoppelt sein (Green Deal).

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