So wohnt es sich in der Vier-Täler-Stadt

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Der Bestand an Wohnungen hat sich in Plettenberg im Vergleich zum Jahr 2010 leicht erhöht.

Trotz sinkender Einwohnerzahlen hat sich in den vergangenen rund sechs Jahren die Zahl der Wohnungen in Plettenberg leicht erhöht. Wie IT.NRW vermeldet, mussten andere Städte in der Umgebung wie beispielsweise Altena einen Rückgang von Wohnraum verkraften.

Bezahlbarer Wohnraum ist vor allem in den Großstädten mittlerweile rar gesät. Spekulationen mit Immobilien, aber auch der vermehrte Zuzug von Menschen – und damit das Fehlen von ausreichend Wohnungen – lassen gerade hier die Preise steigen. Nicht so in der Vier-Täler-Stadt: Hier konnte die Zahl der Wohnungen vom Jahr 2010 bis zum Jahr 2016 (Stichtag jeweils der 31. Dezember) um 0,4 Prozent erhöht werden.

Dass dies jedoch nur ein kleiner Zuwachs ist, zeigen die Zahlen aus den Nachbargemeinden: In Herscheid hat sich die Zahl der Wohnungen um 0,9 Prozent, in Attendorn sogar um 2,7 Prozent erhöht. Lediglich in Werdohl sind weniger neue Wohnungen entstanden (+ 0,1 Prozent), während Altena einen Rückgang von 1,5 Prozent aufweist.

Der Wohnungsbestand in Plettenberg (Zum Aufklappen bitte anklicken).

Auffallend ist, dass die Wohnungen in der Vier-Täler-Stadt im Schnitt eine größere Grundfläche bieten, als in vielen anderen Gemeinden Nordrhein-Westfalens. Über 92,8 Quadratmeter Fläche verfügt demnach eine Plettenberger Wohnung (2010: 92,5 Quadratmeter). Damit liegt die Vier-Täler-Stadt nicht nur deutlich vor Werdohl (85,9 Quadratmeter), sondern auch über dem kreisweiten Schnitt, der bei 90,5 Quadratmetern liegt.

In der näheren Umgebung bieten lediglich in der Ebbegemeinde (100,5 Quadratmeter) und in Attendorn (101,8 Quadratmeter) die Wohnungen mehr Fläche an. Die rein rechnerisch größten Wohnungen des Landes NRW gab es Ende 2016 in Stemwede (129,9 Quadratmeter), Selfkant (126,8 Quadratmeter) und Hille (126,6 Quadratmeter).

Den größten Anteil in Plettenberg besitzen Wohnungen mit fünf oder mehr Räumen: 2016 waren es 5 336. Hier ist auch der größte Zuwachs (1,1 Prozent) zu erkennen. Nur 138 Wohnungen bieten dagegen ein Zimmer. Ein leichter Rückgang zu 2010 ist lediglich bei den Wohnungen mit vier Räumen zu verzeichnen, von denen es Ende 2016 3 418 gab. Jeder Plettenberger verfügt im Durchschnitt über eine Wohnfläche von 47,2 Quadratmetern – ein Plus von rund einem Quadratmeter im Vergleich zu 2010. Die Herscheider können sich sogar über im Schnitt 51,1 Quadratmeter Wohnfläche je Einwohner freuen.

In der näheren Umgebung sehen die Zahlen ‘bescheidener’ aus: Werdohl (43,9 Quadratmeter) und Attendorn (46,5 Quadratmeter) liegen sogar noch unter dem kreisweiten Durchschnitt von 46 Quadratmetern. Im Schnitt zählt jede Plettenberger Wohnung zwei Einwohner. In Attendorn ist die Zahl der durchschnittlichen Wohnungsgröße wesentlich höher, sodass hier 2,2 Personen im Schnitt in einer Wohnung leben.

Weitere Zahlen:

Herscheid verfügt über 3 670 Wohnungen, was einem Plus von 0,9 Prozent zu 2010 entspricht.

In Werdohl stehen 9 201 Wohnungen zur Verfügung (+ 0,1 Prozent). In Attendorn gibt es dagegen 11 279 Wohnungen – immerhin ein Plus von 2,7 Prozent.

Insgesamt zählt der Märkische Kreis zum Stichtag am 31. Dezember 2016 über 2,1 Millionen Wohnungen (+ 0,7 Prozent).

In NRW gibt es über 8,9 Millionen Wohnungen. Damit wohnten rein rechnerisch zwei Personen in einer Wohnung. Die Zahl der Wohnungen ist damit um 2,5 Prozent höher als Ende 2010.

Den stärksten Anstieg der Wohnungszahlen ermittelten die Statistiker für die Stadt Wassenberg (+ 11,3 Prozent) sowie für Wettringen (+ 10,2 Prozent) und Niederkrüchten (+ 9,8 Prozent). Rückgänge verzeichneten Altena (- 1,5 Prozent), Bergneustadt (-1,2 Prozent) sowie die Gemeinde Inden (-0,6 Prozent).

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