Acht neuen Touren vorgestellt

Wo es jetzt ein Paradies für Radtour-Fans gibt

Präsentierten die neuen Radwege mitsamt Schildertafeln am Knotenpunkt unterhalb des Haltepunktes:
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Präsentierten die neuen Radwege mitsamt Schildertafeln am Knotenpunkt unterhalb des Haltepunktes: Kultour GmbH-Geschäftsführerin Sylvia Eick, Phil Jaron, Sebastian Rittner (beide ADFC Plettenberg) und Vivien Bömer (von links) von der Kultour GmbH.

Plettenberg – Wer auf der Homepage der Stadt Plettenberg nach dem Begriff Radwege sucht, erfährt, dass es in den vier Tälern ein über 30 Kilometer langes Radwegenetz gibt. Konkrete Hinweise zu Touren findet man aber keine.

Auch beim Märkischen Kreis kommt man bei der Suche nach Radtouren nicht weiter. Und auch zum Radnetz Südwestfalen, den Standorten der sogenannten Knotenpunkte und den Ansprechpartnern erfährt man dort nichts. Doch weil das Radfahren nicht erst seit der Corona-Pandemie boomt und die heimischen Hersteller und Anbieter von Pedelecs und E-Bikes schon Lieferschwierigkeiten haben, hat man sich bei der Kultour GmbH entscheiden, Radtouren auszuarbeiten.

„Bisher unterentwickelt“

„Bis jetzt war das touristische Radfahren in Plettenberg unterentwickelt“, sagt Geschäftsführerin Sylvia Eick, die die Veranstaltungspause in der Corona-Pandemie mit ihrem Team nutzte, um das Thema Radtourismus anzugehen.
Der Auslöser waren zwei ältere Frauen, die nach einem Besuch des Freizeitbades eine Radtour in Plettenberg unternehmen wollten, aber keine geeignete Strecke fanden. Sebastian Rittner, Vorsitzender des ADFC Plettenberg, hörte davon und bot der Kultour GmbH die Zusammenarbeit an. Gemeinsam überlegte man, wie das Radfahren ohne Ansteckungsrisiko zu fördern sei.

Kooperation mit ADFC

„Die Zusammenarbeit hat wunderbar funktioniert“, lobte Eick. Schnell waren sich ADFC und Kultour GmbH einig, dass Radtouren ausgearbeitet werden müssen, die interessierte Bürger und Gäste der Stadt Plettenberg alleine oder mit ihrem familiären Umfeld und somit Corona-konform fahren können. So wurden Touren zu verschiedenen Interessensgebieten, in unterschiedlichen Längen und Fitnesslevels ausgearbeitet, elektronisch gespeichert, fotografiert und in verschiedenen Apps gespeichert. Schließlich wurden Tourenflyer entwickelt und gedruckt. Das Ergebnis, das die mit dem Projekt betraute Vivien Bömer vorstellte, kann sich sehen lassen. Stand heute gibt es acht Themenrouten, die in sechs Flyern beschrieben werden. Bei der Eis-Café-Route kommt man beispielsweise gleich an drei Eisdielen und mehreren Cafés und Restaurants vorbei.

Auf Tauglichkeit geprüft

Ein weiterer Flyer beschreibt eine Bergtour in Herscheid. Darüber hinaus sind drei Rennradtouren sowie zwei Thementouren in Arbeit. Zudem gibt es vier neue Mountainbike-Touren, die demnächst auch als geführte Touren verfügbar sein werden. Alle Touren sind digital abrufbar, gut bebildert, man kann jederzeit einsteigen und sie wurden auf ihre Tauglichkeit beispielsweise von ADFC-Mitglied Phil Jaron getestet. Interessierte Radfahrer können die Tour direkt durch Scannen des QR-Codes auf dem Flyer aufrufen. Es öffnet sich dann das Outdooractive-Sauerland Tourenportal und die Tour kann mit dem Fahrradapp-Navi gefahren werden. Gleiches gilt auch für die Komoot-App.

QR-Codes helfen weiter

Logos für die Touren wurden ebenfalls erstellt. Diese werden im Laufe des Jahres 2021 an den Radwegeschildern angebracht. Eine Liste der QR-Codes, in der sämtliche Touren aufgeführt sind, ist auch auf der Seite und der App der Kultour GmbH abrufbar.
Wer das komplette Rad-Infopaket haben möchte, bekommt es gegen eine Gebühr von 2,50 Euro mitsamt Karten, Infos und Ausflugstipps in der Kultour-Tasche im Büro der Kultour GmbH. Als nächstes plant das Team um Sylvia Eick ein ähnliches Projekt für das Wanderwegenetz in Plettenberg. Erste vielversprechende Gespräche dazu fanden bereits statt.

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