Tabletten, Nasen-Sprays oder Flucht in den Urlaub?

Was wirklich gegen Pollen hilft

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Viel los ist zurzeit in den Apotheken: Ralf Brensel, Inhaber der Engel-Apotheke am Maiplatz, zeigt auf Allergie-Medikamente. Diese sind zurzeit besonders gefragt. 

Plettenberg - Die Augen brennen und die Nase läuft: Die Leidenszeit für Allergiker hat begonnen. Aber was hilft gegen Pollen? Wir haben die wichtigsten Infos.

Der Apotheker und Inhaber der Plettenberger Engel-Apotheke Ralf Brensel klärt auf. Brennen in den Augen, laufende Nase und Niesattacken, die einfach nie enden wollen. Husten und Atemnot halten Betroffene bis in die späten Abendstunden wach. Symptome, denen die Mitarbeiter der Engel-Apotheke seit einigen Monaten immer wieder begegnen: Pollenallergie. Auch wenn gelbe Staubschichten auf ein extremes Jahr für Allergiker hindeuten, gibt es Entwarnung. 

Der Schein trügt, „um diese Jahreszeit sind die Pollen immer so unterwegs“, sagt Brensel. Von außen sieht es durch die Fichte zwar so aus, doch für Allergiegeplagte sei der gelbe Staub „nicht so dramatisch“, erklärt Brensel. „Mehr machen Allergikern die Pollen zu schaffen, die mit bloßem Auge kaum zu sehen sind.“ Hauptauslöser für juckende Augen und laufende Nasen bleiben weiterhin insbesondere Buche und Eiche. Zeit für eine Verschnaufpause blieb Pollenallergikern wenig. „Dieses Jahr ging es früher los.“ Gerade durch das verfrühte Enden des Winters haben Heuschnupfengeplagte schneller zu leiden. 

Ganzjährig kann Heuschnupfen den Betroffenen aber auch zu schaffen machen. „Erstaunlich ist, dass es manchmal für Allergiker schon im Herbst losgeht“, stellt Brensel fest. Bei der Wahl der Medikation ist jeder Betroffene individuell zu beraten. Eine Art roter Faden zieht sich trotzdem durch die Kundenwünsche in der Engel-Apotheke. „Es gibt einen gewissen Standard von Medikamenten“, sagt Brensel. In Tablettenform sei besonders das Antihistaminikum Cetirizin beliebt. Geraten wird die Einnahme des Medikaments gegen Abend, kurz vorm Schlafen gehen, um der in manchen Fällen ermüdenden Wirkung vorzubeugen. 

Aber auch lokale Behandlungen durch Augentropfen oder Kortison-Nasen-Sprays werden vom Apotheker empfohlen. Ein spezieller Tipp von Brensel: Nasenspülung und -duschen. Der lästige Blütenstaub wird dadurch von der Nasenschleimhaut heruntergespült. Die Anwendung kann ganz einfach abends durchgeführt werden, um sich für die Nacht von lästigen Symptomen zu befreien. Grundlegend rät Brensel allen Heuschnupfen-Leidenden: „Allergene möglichst vermeiden.“ Nicht viel lüften, abends duschen und Haare waschen sind Ratschläge, die alle Heuschnupfenpatienten beachten sollten. 

Sportler sollten darauf achten, sich nicht zu lange draußen aufzuhalten, wenn möglich sogar den Sport auf Innenräume verlagern. Im Allgemeinen bliebe „Luftkontakt meiden“ die beste Option, unterstreicht Brensel. - Nina Maringer

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