Wieder Unfall am Lehmweg

Gefährlichste Kreuzung Plettenbergs

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Die Leitplanke am Lehmweg wurde verbogen, an einer Stelle wurde der Asphalt angehoben.

Plettenberg – Am Freitag hat es wieder gerummst am Lehmweg. Diesmal hat ein Lkw eine Leitplanke mitgenommen. Verletzt wurde niemand, Sachschaden: 1 500 Euro – es ist nicht das erste Mal, dass an dieser Stelle etwas passiert. Die Anwohner fordern: „Es muss sich etwas ändern. Wo bleibt die Elsetal-Entlastungsstraße?“

Gegen 7.30 Uhr hat gestern ein Lkw eine Leitplanke am Lehmweg aus der Verankerung gerissen. Der Verursacher hat den Schaden nicht gemeldet – entweder vorsätzlich oder weil er es nicht gemerkt hat. Die Polizei hat den 57-jährigen Bulgaren, der für eine schwedische Spedition gefahren ist, später in Herscheid auffinden können. „Der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung zur Sicherung des Strafverfahrens von 400 Euro zahlen“, sagt Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski auf Nachfrage.

In der Vergangenheit hat es an dieser Stelle schon häufiger Unfälle gegeben. Ständiger Lkw-Verkehr, ein Zebrastreifen und die Kreuzung an sich machen die Straße unübersichtlich.

Die Kommentare von Anwohnern reichen von „schlimme Strecke“ bis „gefährlichste Kreuzung Plettenbergs“. Giesela Werda wohnt in Holthausen und hofft schon seit Jahren auf Besserung. „Das ist jedes Jahr Thema“, erklärt sie. „Aber es tut sich nichts.“

Wolfgang Mellenkamp kann dem nur zustimmen. Er geht jeden Tag mit seinem Hund in diesem Bereich spazieren und spricht ebenfalls von einer „ganz gefährlichen Ecke“, gerade auch im Hinblick darauf, dass dort ein Schulweg herführt. Insgesamt haben sich mehrere Anwohner bei uns gemeldet, die ähnliche Beobachtungen gemacht haben.

Für das Problem gibt es für die Anwohner im Grunde zwei Lösungen: Einmal die Elsetal-Entlastungsstraße. Über die wird zwar seit Jahren geredet. Hier weiß allerdings niemand, wann es losgeht. Der Redaktion liegt kein Termin für einen Baubeginn vor, der konkreter ist als „in naher Zukunft“. Die zweite Idee, Tempo 30 auf dem entsprechenden Abschnitt der Herscheider Straße, dürfte leichter umzusetzen sein. Dann könne es sicherer werden, erklärt Werda.

Tempo 30 kam schon über den Lärmschutzplan ins Gespräch. „Es handelt sich aber nur um einen Vorschlag, den man machen könnte“, erklärt Matthias Schröder von der Stadt Plettenberg. der für den Lärmaktionsplan zuständig ist. Erfahrungen in anderen Städten hätten gezeigt, dass es dadurch deutlich ruhiger würde.

Mit der Tempo-Reduzierung Unfälle vermeiden zu wollen, sei natürlich ebenfalls ein Ansatz. Die Bürger könnten ein Begehren stellen und müssten dann schauen, wie die Politik in Rat und Planungsausschuss dazu steht. Auch müssten Absprachen mit den zuständigen Behörden getroffen werden. Es handelt sich um eine Landesstraße. „Die Stadt kann nicht einfach sagen: Hier ist jetzt Tempo 30“, so Schröder.

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