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Wieder überschlägt sich am Schloss Brüninghausen ein Lkw mitten im Wald - Fahrer hat riesigen Schutzengel

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Von: Johannes Opfermann, Georg Dickopf

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Die Feuerwehr sicherte den Lkw, der Notarzt kümmert  sich derzeit um den Fahrer.
Die Feuerwehr sicherte den Lkw, der Notarzt kümmert sich um den Fahrer. © Opfermann

[update] Gleicher Wald, ähnlicher Unfall. In Plettenberg-Brüninghausen verunfallte am Montag gegen 8.45 Uhr ein Lkw, der auf einem Waldweg abrutschte und auf die Seite kippte.

Plettenberg/Werdohl - Der Unfall ereignete sich nun an fast exakt der gleichen Stelle wie vor knapp drei Monaten, als sich dort ein Vierachser überschlug. Wieder geriet nun ein beladener Langholztransporter in Schieflage und krachte auf die Seite.

An fast der gleichen Stelle wie zuletzt Mitte August rutsche der Lkw am Montag den Abhang hinunter.
An fast der gleichen Stelle wie zuletzt Mitte August rutschte der Lkw am Montag den Abhang hinunter. © Opfermann

Fahrer wird medizinisch versorgt

Der Notarzt und ein Rettungsteam versorgen den verletzten Fahrer zunächst im Werdohler Rettungswagen. Der Lkw-Fahrer eines österreichischen Holzunternehmers - ein 60 Jahre alter Rumäne - soll wegen einer Bodenwelle vom Weg abgekommen sein und stürzte dann auf die Seite. Ein weiteres Abrutschen verhinderte die Feuerwehr mit Stahlseilen.

Fahrer kann Führerhaus eigenhändig verlassen

Mittlerweile konnte die Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache den wie durch ein Wunder nur leicht verletzten Fahrer abtransportieren lassen zur weiteren Untersuchung im Krankenhaus. Wie Einsatzleiter Tobias Grote berichtete, konnte der Fahrer das Führerhaus nach dem Eintreffen der Rettungskräfte mithilfe von Steckleitern aus eigener Kraft verlassen.

Oberhalb von Haus Brüninghausen kam es zum Unfall.
Oberhalb von Haus Brüninghausen kam es zum Unfall. © Opfermann

Das Heck des mit Borkenkäferholz beladenen Langholz-Lkw war am Steilhang auf die Seite gekippt, das Führerhaus krachte kurz unterhalb des Forstweges auf die Seite. An fast exakt der gleichen Stelle wie bei der Havarie vor drei Monaten.

Ein Bergungsunternehmen wurde beauftragt, um den Langholztransporter wieder aufrichten zu können. Und auch die Ladung muss aus dem Wald geholt werden. Da das Bergungsunternehmen erst aus Soest anreisen musste, übergab die Löschgruppe Ohle, die zunächst noch länger am Unfallort verblieben war, den Einsatzort an Waldbesitzer und den Einsatzleiter des Forstunternehmens Klade.

Der Holztransporter war in den Hang gerutscht.
Der Holztransporter war in den Hang gerutscht. © Opfermann

Waldbesitzer Eberhard von Wrede bestätigte, dass der jetzige Unfall und der von vor zwei Monaten nur 50 Meter voneinander entfernt seien. Grundsätzlich sei es sehr anspruchsvoll im Wald Lkw zu fahren und die besagte Stelle bezeichnete er als schwierig. Man müsse gleichmäßig fahren und sich links halten. Bergab sollte man nicht oder nur sehr vorsichtig bremsen.

Der Holztransporter sei vermutlich zu weit rechts gefahren und habe bei der Fahrt bergab gebremst, vermutete von Wrede anhand der Spuren an der Unfallstelle. Der Anhänger habe sich dann weiter geschoben, sei im weichen Boden in den Hang gerutscht und habe das Führerhaus mitgezogen. Von Wrede zeigte sich erleichtert, dass der Fahrer nur leicht verletzt wurde und bei dem Unfall keine Betriebsstoffe ausgetreten seien, und lobte das professionelle Vorgehen der Feuerwehr.

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