Wieden-Sanierung soll um ein Jahr verschoben werden

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Der Zustand des Wieden wird sich vorerst nicht ändern, die Sanierung soll nämlich um ein Jahr verschoben werden. Als Grund wurde unter anderem genannt, dass im kommenden Jahr diverse andere Maßnahmen in der Innenstadt anstehen.

Plettenberg -  Die Wieden-Sanierung soll um ein weiteres Jahr nach hinten geschoben werden. Das verkündete Bauamtsleiter Sebastian Jülich am Donnerstag im Bau- und Liegenschaftsausschuss.

Als Grund für die Verschiebung nannte er die diversen anderen in der Innenstadt anstehenden Baumaßnahmen und in diesem Kontext auch das hohe Investitionsbudget für die Sanierung. Für den Ausbau des Wiedens wurden 1,2 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt. Die Wieden-Sanierung soll nun erst 2020 umgesetzt werden und die Ausschreibung dazu möglichst 2019 erfolgen. Das heißt, die Mittel für den Bau betreffen dann den Haushalt 2020.

Zudem begründete man die Verschiebung der Wieden-Sanierung damit, dass die Rahmenbedingungen wie weitere Sanierungsarbeiten, noch nicht vollständig abgestimmt seien. Das Dach der Küche an der Schützenhalle soll erneuert werden und die Küche in diesem Zuge mit neuen Geräten ausgestattet werden, wie Thomas Knappe, Vorsitzender der PSG, erklärt. Ebenfalls seien ein neues Parkett in der Schützenhalle sowie neue Theken und die Renovierung der Seitenschiffe nötig. Auch diese Punkte sollen zeitnah umgesetzt werden, allerdings sei noch nicht klar, ob dies 2019 möglich sei, sagt Thomas Knappe im Gespräch mit der Heimatzeitung. Und auch der Eingangsbereich vor der Halle müsse erneuert werden. Das Mauerwerk sei immer wieder feucht und deshalb platze die Fassade auf.

Die Verlängerung des Erbrechtsvertrages der Schützengesellschaft stehe ebenfalls an – das Grundstück auf dem die Halle steht, gehört der Stadt, die Schützenhalle selbst der PSG – wie Bürgermeister Ulrich Schulte erklärt. In diesem Zuge ergebe sich auch noch einmal die Frage nach einem möglichen Anbau an die Schützenhalle. Ein solcher war bereits in den 80er Jahren Thema.

Die CDU-Fraktion regte im Bezug auf die Änderungen im Haushaltsentwurf in der Sitzung an, die Sanierung der Druckleitung Pasel, die nach Siesel führt, aus dem Haushaltsansatz herauszunehmen und ebenfalls um ein Jahr zu schieben. Die Pumpen müssen vergrößert werden, da heutzutage immer mehr festere Papiersorten über den Kanal entsorgt würden. Dies verstopfe beziehungsweise blockiere das Schneidewerk der Pumpen, was zu einer Überlastung und einem Komplettausfall führe. Hinzu kommen große Wassermengen bei Hochwasser, die nicht mehr pumpbar seien, heißt es im Tiefbauprogramm 2019.

Sebastian Jülich erklärte auf die Anfrage von CDU-Fraktionschef Heiko Hillert, dass die Verschiebung möglich sei und eine Ausschreibung möglichst im Herbst 2019 geschehen solle.

Von der Weide zum Wieden

Der Asphalt im Bereich Wieden ist – in historischen Maßstäben – noch relativ jung. Denn vor einigen Jahrhunderten wälzten sich hier nicht Blechlawinen über das Pflaster, sondern grasten Kühe friedlich auf der seinerzeit bedeutendsten öffentlichen Weide Plettenbergs. Die Plettenberger Bürger hatten damals ihr Vieh zum Wieden getrieben. Dort wurden sie von einem von der Stadt angestellten Hirten gehütet. Dieser brachte das Vieh abends wieder zurück in die Stadt. Der Hirte wohnte im sogenannten Hirtenhäuschen, das sich einst am Untertor befunden haben soll. Hier war auch der Stadtochse untergebracht.

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