So funktioniert‘s

Drive-in-Testcenter im MK: Gleich der dritte Test im Auto ist positiv

Der Reporter beim Schnelltest im Drive-in-Cent
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Der Reporter beim Schnelltest im Drive-in-Center.

Am Montag um 8 Uhr fiel in Plettenberg der Startschuss zur ersten kostenlosen Schnelltest-Woche beim DRK Plettenberg und auf dem Aquamagis-Parkplatz in Böddinghausen. Hier wie dort herrschte reger Betrieb.

Plettenberg – Georg Dickopf besuchte zunächst das DRK-Heim, begleitete dort einen Plettenberger und ließ sich anschließend selbst im Drive-in-Center testen. Peter Krieger, Vorsitzender des DRK, freute sich bei der Premiere über einen vollen Terminkalender am Montag und auch am Dienstag.

Am ersten Tag wurden 37 Plettenberger im 15 Minuten-Rhythmus getestet – der erste Getestete war der einzig Positive des Tages. Warteschlangen vor dem DRK-Heim an der Ratschelle gab es aber keine. Auch der Plettenberger Marko Groote konnte ohne große Wartezeit direkt zur Anmeldung gehen, wo Peter Krieger seine Daten aufnahm.

Marko Groote ließ sich beim DRK von Catahrina Schöttke testen.

Anschließend ging es weiter zu Catharina Schöttke, die den Test in einem Nasenloch vornahm. „Angenehm ist anders, aber es ist nicht so schlimm wie beim Zahnarzt“, fand Groote, der sein negatives Testergebnis nach einer Wartezeit von 20 Minuten erhielt und sich erfreut über die gute Organisation zeigte. Weil beim DRK auch schon für die übrigen Wochentage ein reges Interesse an den Schnelltest-Terminen besteht, planen die Rotkreuzler, die Testabnahme an Karsamstag statt von 10 bis 13 Uhr bis 18 Uhr zu verlängern.

Verlängert wurde am Montag auch die Testphase beim Drive-in-Testcenter auf dem Aquamagis-Parkplatz, denn dort warteten bereits ab 10 Uhr die ersten Bürger auf ihren kostenlosen Test. Und der dritte Bürger, der sich testen ließ, wurde direkt positiv getestet.

Dadurch musste das Testgebäude erst desinfiziert werden und auch die Mitarbeiter zogen sich um und entsorgten die Schutzkleidung. Unterdessen liefen die Schnelltests an der zweiten Station weiter, ehe auch die erste Station ihren Betrieb wieder aufnehmen konnte. Insgesamt neun Mitarbeiter waren bei nass-kaltem Wetter im Einsatz und sorgten bei windig kaltem Wetter für einen reibungslosen Ablauf.

So empfinde ich es

Als ich um kurz nach 12 Uhr das Drive-in-Center erreichte, wurde ich von einem überaus freundlichen Mitarbeiter des Baubetriebshofes empfangen und über den weiteren Ablauf informiert. Weiter ging es zum ersten Pavillon, an dem mich Dörte Kaul-Hentschel, ein Mitglied der Seniorenredaktion, herzlich begrüßte und mir gut maskiert den Anmeldebogen überreicht, den ich vor dem Test ausfüllen sollte. Weil der Autofahrer vor mir dafür sehr lange benötigte, fuhr ich langsam und mit fragendem Blick an ihm vorbei, schließlich möchte ich kein Test-Vordrängler sein.

Vor der eigentlichen Teststation gab mir Logistikleiter Rolf Eigemeier weitere Information zum Ablauf. Die für mich in diesem Moment interessanteste Information hatte mit den beiden Holzhütten zu tun, in denen die Testauswertung erfolgt. Denn dabei handelte es sich um die Plewo-Buden der beiden Plettenberger Partnerstädte Schleusingen und Bludenz. Und dann war es so weit. Ich musste meine Bestellung nicht in einen seelenlosen Kasten sprechen, sondern werde von Marita Sievers freundlich empfangen, auch wenn sie mich kurz darauf zum Weinen brachte.

Der DRK-Vorsitzende Peter Krieger freute sich über volle Terminbücher zum Schnelltest-Auftakt.

Die Tränen kullern

Um 12.21 Uhr führte die ehemalige Leiterin des Seniorenzentrums Plettenberg das Teststäbchen in meine nicht gerade kleine Nase und Sekunden später kullerte eine Träne die Wange hinunter. Nein, richtig angenehm ist der Corona-Schnelltest nicht, aber wirklich schlimm ist die Prozedur auch nicht, zumal man dazu im Drive-in-Testcenter noch nicht einmal aus dem Auto steigen muss und Marita Sievers und die übrigen Mitarbeiter im Krankenhaus eigens geschult worden sind.

Die Testauswertung erfolgt in den beiden Bludenz-Hütten, während der andere Logistikleiter Andreas Voit die Frage zweier Besucher beantworten muss, ob man auch Besucher mit OE-Kennzeichen testet. „Klar, die kommen aus dem gelobten Land“, sagte Voit lachend. Was er nicht wusste: Die beiden Insassen arbeiten in einer Plettenberger Firma, in der es am Freitag einen positiven Test gab und die jetzt wissen wollten, ob sie sich angesteckt haben. In den nächsten Tagen werde das gesamte Personal dort oder beim DRK getestet, erzählten sie.

60 Tests in einer Stunde

Die Kapazität im Drive-in-Center ist beachtlich, wie mir Andreas Voit erzählte. „Wenn alles komplett rund läuft, können wir bis zu 60 Bürger in einer Stunde testen.“ Als langjähriges Mitglied des P-Weg-Teams spielt ihm die erprobte Zusammenarbeit mit dem Baubetriebshof und anderen Ansprechpartnern in die Karten.

Entsprechend gut organisiert ist bereits am Premierentag der Ablauf im Drive-in-Testcenter, das vom Institut für Arbeitsmedizin (IFAM) betrieben wird.
Am Ende des ersten Tages zählte man dort 122 Schnelltests. Vier Tests fielen positiv aus und wurden entsprechend dem Gesundheitsamt gemeldet.

Tests auch für Kinder, Radfahrer und Fußgänger

Ab sofort können auch Kinder ab sechs Jahren in Böddinghausen getestet werden. Und auch für Fußgänger und Fahrradfahrer wird das Drive-in-Center nach Mitteilung von Moritz Marl ab sofort geöffnet. Die Schnelltests erfolgen auch hier ohne Anmeldung und kostenlos. Bei mir endet der Testdurchlauf übrigens mit einem positiven Gefühl – und einem negativen Testergebnis mitsamt Dokumentation.

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