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Wie geht es weiter mit Pizzeria im Herzen der Innenstadt?

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Von: Georg Dickopf

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Biagio Pace, Inhaber der Pizzeria „Zum Brunnen“, würde zwar gerne verkaufen, betreibt das Restaurant mit Außengastronomie an der Wilhelmstraße mangels eines Käufers aber weiter.
Biagio Pace, Inhaber der Pizzeria „Zum Brunnen“, würde zwar gerne verkaufen, betreibt das Restaurant mit Außengastronomie an der Wilhelmstraße mangels eines Käufers aber weiter. © Jona Wiechowski

Kaum hatte sich die Nachricht von der Schließung der Traditionsgaststätte „Zur Lohmühle“ in Plettenberg verbreitet, gab es Gerüchte, dass auch die Traditionspizzeria „Zum Brunnen“ vor der Schließung steht. 

Plettenberg - Da an Gerüchten oft auch etwas dran ist, fragten wir nach bei Biagio Pace, der die beliebte Pizzeria an der Wilhelmstraße seit 1996 betreibt.

„Ja, es stimmt. Ich würde das Restaurant gerne verkaufen, aber der Hauptinteressent ist abgesprungen. Und deshalb werde ich auch nicht schließen, sondern weitermachen“, erklärt der 54-Jährige. Grundsätzlich sei er überhaupt nicht unzufrieden mit dem Geschäft, wollte sich aber nach 26 Jahren Selbstständigkeit zukünftig eigentlich mehr um seine Familie kümmern.

Einfach so aufhören sei aber nicht sein Ding, sagt Pace, der viele Stammkunden im Innenstadtbereich hat, die seine Pizzen, Salate und Nudelgerichte lieben und den freundlichen Pizzabäcker in ihr Herz geschlossen haben. Deshalb wird die Pizzeria „Zum Brunnen“ auch weiterhin einen Hauch von Italien in der Innenstadt verbreiten.

Ladenkonzept verkauft

Ebenfalls aus Italien stammt Gaetano Saitta, der seit vielen Jahren das Feinkostgeschäft Sapori Italiani an der Pforte zur Fußgängerzone leitet und dort auch ein kleines italienisches Restaurant betreibt. Zuletzt waren die Öffnungszeiten stärker eingeschränkt, doch das soll sich schon bald ändern. Wie Saitta auf Anfrage unserer Zeitung betonte, habe er das Ladenkonzept und das Inventar seines Geschäftes an einen Deutschen und einen Italiener verkauft.

Das Sapori Italiani wird zukünftig nicht mehr von Gaetano Saitta betrieben, der dort aber weiter arbeitet.	Fotos: GED
Das Sapori Italiani wird zukünftig nicht mehr von Gaetano Saitta betrieben, der dort aber weiter arbeitet. © Dickopf

„Ich bleibe dort aber in Zukunft als Angestellter“, so der Italiener, der selbst an drei Tagen in der Woche weiterarbeiten wird. Ab November habe das Feinkostgeschäft mit Vinothek von dienstags bis samstags geöffnet und werde auch wieder einen Mittagstisch anbieten.

Ehrgeizige Pläne hat Gaetano Saitta auch für das Haus zur Sonne, das er vor einigen Jahren von der Stadt Plettenberg erwarb und sanierte. Im November 2019 entschloss sich der Plettenberger Georgios Lialiagkas dazu, ein neues Café im Untergeschoss des geschichtsträchtigen Hauses zu eröffnen. Doch einen langen Atem hatte der Betreiber nicht und warf schon Anfang 2020 – kurz vor der Corona-Pandemie – das Handtuch.

Nachfolgersuche

Laut Besitzer Saitta „sind in Plettenberg ein langer Atem und ein breit gestreutes Publikum wichtig, um bestehen zu können.“ Nach einem zweieinhalbjährigen Leerstand hofft Saitta nun, einen Nachfolger für das Ladenlokal im Haus zur Sonne zu finden. Gerade in den Sommermonaten und nach dem erfolgten Abschluss der Innenstadtsanierung sei der Standort am Stephansdachstuhl vorteilhaft, da auch eine Außenbestuhlung möglich sei.

Im Haus zur Sonne am Alten Markt soll nach dem Willen des Eigentümers eine Pizzeria mit Bistro öffnen.
Im Haus zur Sonne am Alten Markt soll nach dem Willen des Eigentümers eine Pizzeria mit Bistro öffnen. © Dickopf

Geplant sei in den Räumen die Errichtung einer Pizzeria mit Bistro. Er habe zwar schon viele Anfragen von Interessenten aus anderen Branchen bekommen, „aber da soll etwas Schönes rein“, findet der Italiener, der bereits aussichtsreiche Gespräche geführt hat und auf einen baldigen Abschluss hofft.

Wünschen würde er sich von der Stadt Plettenberg eine Art Förderprogramm für Neugründer, wie es in Lüdenscheid angeboten werde, denn das würde es einem potenziellen Interessenten in der derzeitigen Phase deutlich leichter machen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

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