Die Oldies-Post macht es möglich:

Wie der Gottesdienst nach Hause kommt

Hier wird der Gottesdienst praktisch zur Haustür gebracht.
+
Wie der Name schon sagt, wird bei der „Oldies-Post“ an die Senioren der Evangelischen Kirchengemeinde gedacht, die keine Internetangebote nutzen können.

Plettenberg – „Kommt der Prophet nicht zum Berg, muss der Berg zum Propheten kommen“ – diese alte Weisheit hat man sich bei der Evangelischen Kirchengemeinde Plettenberg zum Vorbild genommen.

Denn mit Verkündung des Lockdown habe sich eine Frage besonders gestellt: Wie erreicht die Kirchengemeinde Senioren, die kein Internet und damit auch keine Möglichkeit besitzen, auf Online-Angebote zurück zu greifen? Die Antwort lautet: per „Oldies-Post“. So nennt die Evangelische Kirchengemeinde Plettenberg ihren Service für Senioren, die kein Internet haben. Angefangen habe alles im Frühjahr, während des ersten Lockdowns.

„Vieles lief plötzlich nur noch digital. Da haben wir uns gefragt, wie wir die Älteren erreichen können“, blicken Irene und Manuela Winkemann sowie Silke Bergmann zurück. Schnell sei die Idee der „Oldies-Post“ geboren worden. „Wir wollen unsere älteren Gemeindeglieder mit Gottes Wort versorgen und ihnen zeigen, dass sie nicht vergessen sind“, unterstreicht das Verteilerteam das Anliegen. Und so werden Woche für Woche Umschläge kreativ gestaltet, mit einer Predigt versehen, hin und wieder mit einem Anschreiben mit aktuellen Informationen sowie ermutigenden Worten, einem Bibelvers oder etwas Süßem

Mit der Zeit haben die drei Frauen Verstärkung in den einzelnen Bezirken bekommen, sodass das Team nun mehr Post verteilen kann. Dies sei auch unabhängig von Corona eine gute Sache, sind sich die Initiatorinnen einig, denn: „Es gibt einige Leute, die schon sehr alt oder krank sind und daher ohnehin keine Chance mehr haben, zu den Gottesdiensten zu kommen.“ Die ältere Generation sei begeistert und sehr dankbar. Das erführen die ehrenamtlichen Verteiler der Kirchengemeinde entweder durch Anrufe oder wenn sich doch mal eine persönliche Begegnung auf Abstand an der Haustür ergebe. „Da freut man sich schon die ganze Woche drauf!“, meinte eine Empfängerin freudestrahlend. Mit ihr würden sich mittlerweile knapp 80 Gemeindeglieder über die wöchentliche Post freuen. Ob Holthausen, Köbbinghausen, Stadtmitte oder das Oestertal – das Verteilernetz sei gut organisiert.

Kontakt Wer ebenfalls Post bekommen möchte, kann sich im Gemeindebüro melden: Tel. 0 23 91 / 20 88. Das Angebot richtet sich übrigens nicht nur an Senioren, sondern an alle, die die OnlineAngebote nicht nutzen können und sich über Post aus der Gemeinde freuen würden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare