"Das Wetter ist schuld" - Kulturamtsleiterin Barbara Benner zum Kultursommer

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Kulturamtsleiterin Barbara Benner mit den beiden Darstellern von Matz – Theater mit Masken – am Alten Markt.

Plettenberg - Sonntagabend endete die traditionelle Plettenberger Woche. Viel los war am Wochenende jedoch nicht in der Innenstadt. Kulturamtsleiterin Barbara Benner meint, es lag am Wetter. Die Heimatzeitung blickt mit ihr gemeinsam auf das Wochenende zurück.

„So schlechtes Wetter hatten wir noch nie“, erklärt Barbara Benner, die die Plettenberger Woche jetzt schon seit 22 Jahren organisiert. Letztes Jahr habe die Plewo im August ebenfalls unter einem Extrem gelitten – es war enorm heiß – und nun eben zu nass und zu kalt. Die Jahre davor sei das durchwachsene Wetter jedoch immer optimal gewesen. Natürlich habe es auch im September geregnet, aber es sei nicht so kalt gewesen. „Eine Wetterdiskussion brauchen wir jedoch gar nicht führen. Beim NN-Theater im August hatten wir fast das gleiche Wetter. Das kann man eben nicht ändern. Auf der anderen Seite gibt es auch im Oktober schöne Tage“, sagt die Kulturamtsleiterin. Generell ist Benner allerdings für die Plewo im September, wie sie üblich gefeiert wird. Der September sei in diesem Jahr durch die Wahl und den P-Weg jedoch nicht möglich gewesen.

Schade für die Künstler

Vor allem für die Künstler fand es Barbara Benner schade, dass nur wenige Besucher zum Alter Markt kamen. Sie selbst sei über die Big-Band des Gymnasiums am Freitagnachmittag erstaunt gewesen. „Die haben unglaublich gut abgeliefert“, so Benner. Ebenso begeistert war sie von der Leistung der anderen jungen Talente wie dem Chor „Soundsation“ unter der Leitung von Christoph Ohm. „Es ist wichtig zu zeigen, was die Plettenberger drauf haben“, ist Benner überzeugt. Vor allem das Programm am Samstagnachmittag habe man explizit für jüngere Leute gestaltet mit dem HipHop-Duo Hazefeld und der Rockband Standgas. Mit der Plewo sollen schließlich alle Generationen angesprochen werden. Doch die jüngere Generation war kaum vertreten, lediglich eine kleine Fangemeinde. „Wo waren die übrigen jungen Leute“, fragt Barbara Benner daher.

Gut besucht war hingegen der Freitagabend mit der Band „Lecker Nudelsalat“ und dem Duo „Soul Bros“. Auch den Sängern selbst habe es sehr gut gefallen, so dass sie gerne wieder kommen würden, berichtet Benner. „Die Tapfersten der Tapferen haben sich bis in die Nacht wacker am Alten Markt getroffen und gefeiert“, lobt Barbara Benner diejenigen, die trotz des kalten und nassen Wetters mit den Künstlern unter dem Stephansdachstuhl am Freitag und auch am Samstagabend mit den „Finest Fathers“ und „Acoustic Hats“ feierten.

Fotoaktion kam gut an

Was das Rahmenprogramm angeht, sei die Fotoaktion der Getränke-Engel besonders gut angekommen und bei der rollenden Waldschule habe man viel lernen können. Eine Überraschung von der Kulturamtsleiterin zur Plewo waren übrigens die Straßenkünstler „Beet“. Sie hatten am Samstagnachmittag als goldene Figuren über dem Eingang von Schadwinkel gesessen und geangelt. An der Angel befanden sich Haribo-Fische, die die Besucher der Plewo fangen mussten.

Die Künstler „Beet“ mit ihren Angeln waren eine Überraschung von Kulturamtsleiterin Barbara Benner.

Pech hatte hingegen die Drift Zone, die nicht nur wegen der fehlenden Besucher unter dem Wetter litt. Man hatte einen Parcours am Maiplatz aufbauen wollen; da die Geräte jedoch elektrisch betrieben sind, wären sie bei dem Regen kaputt gegangen. Rund um die Christuskirche sei es ebenfalls eine Katastrophe gewesen. Die Stadt hatte den Kunsthandwerkern wetterbedingt Pavillions organisiert, die der Bauhof kurzerhand aufgebaut hatte. Nachdem die Händler den ersten Tag durchgehalten hätten, seien sie wetterbedingt am Sonntag nicht wieder gekommen. „Wir hatten dafür verständnis. Der Regen kam von allem Seiten und es war eben nicht das Wetter für Kunsthandwerk“, sagte Barbara Benner. Im großen und ganzen ist die Kulturamtsleiterin jedoch zufrieden mit der Plewo. Für die Wetterverhältnisse seien immer noch einige in der Stadt gewesen und die Stimmung am Alten Markt an den Buden sei gut gewesen, wie zum Beispiel bei den Weinfreunden Plettenberg.

Was sagen die Leser?

Das Wetter, der Zeitpunkt, das Programm – auch die Heimatzeitung fragt sich, woran es lag, dass die Plewo nicht gut besucht war. Daher fragt die Radaktion die Leser, die nicht in der Innenstadt waren: „Warum waren Sie nicht da?“ Interessierte können diese Frage in wenigen Sätzen per E-Mail an st@mzv.net beantworten oder per Post an das Süderländer Tageblatt, An der Lohmühle 7-9 in Plettenberg.

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