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Angriff mit Baseball-Schläger: Opfer bewusstlos

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Von: Christos Christogeros

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Mit Baseballschlägern sollen die drei Angeklagten, zwei Werdohler und ein Plettenberger, auf ihr Opfer eingeschlagen haben.
Mit Baseballschlägern sollen die drei Angeklagten, zwei Werdohler und ein Plettenberger, auf ihr Opfer eingeschlagen haben. © dpa

Sie schlugen auf ihr Opfer mit Baseballschlägern ein, bis dieses das Bewusstsein verlor. Dann stahlen sie ihm 300 Euro. An diesem besonders schweren Raub soll ein Plettenberger Heranwachsender beteiligt gewesen sein. Dieser muss sich jetzt deshalb gemeinsam mit zwei Werdohler Jugendlichen vor dem Landgericht Hagen verantworten.

Werdohl/Plettenberg - Laut Anklage hatte sich der Vorfall im Mai vergangenen Jahres in Werdohl, im Bereich des Sportplatzes, ereignet. Die drei Jugendlichen, deren Alter nicht genannt wird, sollen an diesem Tag auf einen Gleichaltrigen getroffen sein, der einen der drei jetzt Angeklagten einige Tage zuvor aufgefordert haben soll, seine Schulden über 650 Euro zu begleichen.

Wie es im Bericht des Landgerichts heißt, habe einer der Angeklagten daraufhin den Arm um das spätere Opfer gelegt und gefragt: „Was ist denn, wenn er dir das Geld nicht zurück gibt?“ Währenddessen wollen die anderen Angeklagten, die mit Baseballschlägern bewaffnet gewesen sein sollen, ihr späteres Opfer umzingelt haben.

Wie es vom Landgericht heißt, hatten die Angeklagten zuvor einen „Tatplan“ gefasst – und der sah wohl vor, das Opfer mit Baseballschlägern zu malträtieren. Die drei Angeklagten sollen auf ihr Opfer so lange eingeschlagen haben, bis dieses kurzzeitig das Bewusstsein verlor. Diese kurze Ohnmacht ihres Opfers sollen die Angeklagten dann ausgenutzt haben, um aus der Geldbörse 300 Euro zu entnehmen.

Das Opfer soll unter anderem eine blutende Platzwunde am Hinterkopf und eine Gehirnerschütterung erlitten haben und musste stationär im Klinikum Lüdenscheid behandelt werden.

Wie das Landgericht mitteilt, hätten alle drei Angeklagte bislang von ihrem Recht Gebrauch gemacht, sich zu den erhobenen Vorwürfen nicht zu äußern. Sie sollen aber bereits in der Vergangenheit mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein. Die Taten sollen jeweils nach Jugendstrafrecht geahndet werden.

Geklärt werden soll im Rahmen der Hauptverhandlung auch, ob dieser brutale Angriff mit einem anderen Vorfall tags zuvor, am 29. Mai 2021, in Zusammenhang steht. Dies habe der seinerzeit ermittelnde Kriminalbeamte vermutet. Demnach kam es am 29. Mai zu einem Vorfall, der nicht näher beschrieben wird, in der Wohnung eines der Angeklagten. Daran soll auch das spätere Opfer beteiligt gewesen sein. Für die öffentliche Hauptverhandlung vor der 4. Großen Jugendstrafkammer des Landgerichts Hagen sind zunächst zwei Termine vorgesehen: Am 22. und am 24. August.

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