So begründete er seine Aktion..

Werdohler flüchtet in Plettenberg vor der Polizei - durch die Lenne

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So oder so ähnlich dürfte die Flucht des Werdohler Rollerfahrers ausgesehen haben.

Plettenberg - Die Polizei wollte am Donnerstagabend gegen 22 Uhr einen Rollerfahrer auf der Bahnhofstraße kontrollieren. Der Fahrer dachte jedoch nicht daran, die Anhaltezeichen zu beachten und versuchte über die Lennebrücke zu flüchten. Seine Flucht ging durch die Lenne.

In Höhe des Fahrradweges Richtung Bannewerth stellte er den Roller ab und flüchtete zu Fuß weiter. Anschließend lief er unter die Brücke und sprang dort über ein Geländer in den hier etwa ein Meter tiefen und zwei Meter breiten Lennearm. 

Dort versteckte er sich auf einer kleinen Insel hinter einem Brückenpfeiler. Die Beamten entdeckten den Mann. Ein Beamter bekam ihn zu fassen. Dieser setzte sich darauf so heftig zur Wehr, dass beide in den Hochwasser führenden Hauptstrom der Lenne fielen. Auch jetzt leistete der Flüchtige noch heftigen Widerstand. Dem Polizisten gelang es diesen zu brechen und sich gemeinsam mit dem Mann ans rettende Ufer zu schleppen.

Durch diesen Flussarm kämpfte sich der Flüchtige.

Es erfolgten die vorläufige Festnahme und der Transport zur Polizeiwache. Der Polizeibeamte wurde schwer verletzt und ist laut Arzt derzeit dienstunfähig. Die Frage nach dem "Warum" beantwortete der 25-jährige Werdohler recht offenherzig: er habe keinen Führerschein und wisse, dass er mit Haftbefehl gesucht werde. Die in den Haftbefehlen festgelegten Tagessätze könne er nicht aufbringen.

All seine Angaben sollten sich bei den weiteren Ermittlungen bestätigen. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten zusätzlich ein Tütchen mit Cannabis. Zusätzlich zu den nun vollstreckten Haftbefehlen erwartet den Werdohler nun ein neuerliches Strafverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Er wird am Vormittag in eine Justizvollzugsanstalt verlegt. -eB

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