Plettenberg: Vielfältig, natürlich und öde?

Diese sogenannte Wortwolke entstand nach der Befragung von 150 Plettenbergern. Große Wörter wurden oft genannt, kleine Wörter wurden weniger häufig mit Plettenberg in Verbindung gebracht.

Welche Begriffe kommen Ihnen in den Sinn, wenn Sie an Plettenberg denken? Tuba Nayir, Leonhard Wolff und Maximilian Fiedler – die Praktikanten beim Süderländer Tageblatt, haben dazu eine Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse wurden zur bildlichen Veranschaulichung mittels einer bunten Wortwolke dargestellt. Je größer das Wort erscheint, desto mehr Leute haben sich für dieses Wort entschieden.

Plettenberg bietet ein breites Spektrum an verschiedenen Eindrücken und lässt dementsprechend viele Beschreibungsmöglichkeiten zu. Deshalb wurden folgende Fragen gestellt: Mit welchen Wörtern lässt sich die Stadt beschreiben, welcher Ort bzw. welche Veranstaltung ist für Plettenberg charakteristisch und welche Begriffe können allgemein mit der Stadt in Verbindung gebracht werden? 

An der Umfrage nahmen insgesamt 150 Bürger teil. Die Hälfte davon umfasste vornehmlich jüngere Schüler, die andere Hälfte bestand aus älteren Plettenbergern im Alter zwischen 25 und 75 Jahren. Diese wurden auf dem Plettenberger Wochenmarkt sowie am P-Center befragt. Wie man mithilfe der Wortwolke erkennen kann, haben die Befragten die Stadt insbesondere mit Industrie, dem Begriff „Vielfalt“ und dem AquaMagis verbunden, wobei die jeweilige Nennung mitunter auch negativ besetzt war. 

Fast ausnahmslos positiv wurde der P-Weg als prägende Veranstaltung häufig genannt – fast gar keine Erwähnung fand überraschenderweise die Plettenberger Woche und auch die Lennepromenade und das P-Center wurden nicht sehr häufig genannt. Kritische Stimmen behaupteten, dass Plettenberg ausbaufähig sei und insbesondere die Innenstadt als „öde“ wahrgenommen werde. Nicht wenige bezeichneten die Stadt auch als ,,langweilig“, ,,hässlich“ oder gar ,,tot“ – und das quer durch alle Altersschichten. 

Zwischen den Aussagen der älteren und jüngeren Altersgruppen gab es geringfügige Unterschiede. Die Jüngeren verbinden Plettenberg häufig mit ihrer Schulzeit. Daran wird deutlich, dass die Stadt für die jüngere Generation keinen allzu großen Stellenwert zu haben scheint. Einige Schüler streben offenbar nach der abgeschlossenen Schullaufbahn einen anderen Wohnort an – eine Entwicklung, die es zu stoppen gilt. 

Plettenberg wurde allerdings auch als positiver Naturraum bewertet. Gerade die umliegenden Wälder, die Lenne und die Natur wurden häufig genannt. Den Kontrast zu diesem Eindruck bildeten oft gehörte Ansichten zur Innenstadt wie: „Hier gibt es doch nichts mehr!“ und „Es ist nichts los in der Stadt.“ Deswegen ist es wichtig, dass künftig versucht wird, die Innenstadt für Jung und Alt attraktiver zu gestalten. Die Vorbereitungen dafür sind bekanntlich angelaufen.

 Trotz einiger negativer Aspekte zeigt die Wortwolke, dass viele der Befragten der Meinung sind, dass die Stadt Plettenberg für sie immer noch ihre „Heimat“ ist und bleibt. Grundsätzlich zeigt die Wortwolke, dass die Plettenberger ein gespaltenes Bild von ihrer Stadt haben und es gerade im Bereich der Innenstadt noch viel Luft nach oben gibt. Aber in jedem Fall wurde die Vier-Täler-Stadt oft als „vielfältige“ Stadt bezeichnet.

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