Weniger Fische nach Dura-Brand: Veränderungen in Else und Oester zu erkennen

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Mit einem speziellen Kescher wurde am Montag festgestellt, wie viele Fische noch im Wasser zu finden sind. 

Plettenberg - Seit dem Brand bei Dura vor rund vier Wochen sind deutlich weniger Fische in der Oester und der Else zu sehen und der Gewässerboden scheint durch den hohen Löschwassereinsatz Schäden getragen zu haben. Das sind die ersten Erkenntnisse der Untersuchung eines Gutachters. 

Thomas Schulte, Vorsitzender der Angelsportfreunde Bremcke, sah sich am Montag gemeinsam mit dem von Dura beauftragten Gutachter Dr. Bernd Borchard und dessen zwei Gehilfen den Oesterbach und die Else an. Sie untersuchten an sechs Probestellen die Bäche.

Die Daten dazu werden von Dr. Bernd Borchard zwar derzeit noch ausgewertet, jedoch waren während der Untersuchung im Oesterbach sowie auch in der Else schon eindeutige Veränderungen zu erkennen, berichtet Thomas Schulte. Durch eine elektronische Abfischung konnte der Verein erkennen, dass weniger Fische in Else und Oester schwimmen, als noch vor dem Brand. Auch das Makrozoobenthos (Gewässerboden) wurde untersucht – wie kleine Lebewesen, die unter den Steinen leben und Nahrung für die Fische sind. „Wir haben die kleinen Tierchen gezählt. Es waren unterhalb der Löschwasser-Einleitung kaum noch welche da. Oberhalb war hingegen alles in Ordnung“, sagt Thomas Schulte.

Auch das Makrozoobenthos wurde untersucht. 

Die Folge für den Verein sei, dass man die Else zum Angeln für den Rest des Jahres sperren müsste. „Man weiß nicht, ob die Fische noch genießbar sind“, erläutert der Vorsitzende. Heute beginne zwar ohnehin die Schonzeit für die Forellen, aber es würden auch andere Fische im Gewässer leben.

Außerdem ist es die Aufgabe der Angelsportfreunde als Pächter der Gewässer, die Oester bzw. Else an den gepachteten Stellen wieder so herzustellen wie vor dem Großbrand. Was zu tun ist und wie hoch der Schaden ist, wird der Gutachter in den nächsten Wochen mitteilen. Allerdings ist damit nicht nur der Schaden am Gewässer selbst gemeint, sondern auch der wirtschaftliche Schaden, da die Angler jedes Jahr Besatzmaßnahmen vornehmen müssen, da sich die Fische in den Flüssen nur teilweise fortpflanzen.

Erste Prüfung

Bereits wenige Tage nach dem Brand hatte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Gewässerproben entnommen und festgestellt, dass sich der Schaden in Grenzen halte. In der Oester wurde jedoch ein Schaden auf einer Strecke von 1,5 Kilometern festgestellt und die Frage der Verzehrfähigkeit der Fische konnte noch nicht geklärt werden. Aufgrund der Unklarheit hatte die Firma Dura, auf Anraten der Angelvereine, einen Gutachter beauftragt. 

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