1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Plettenberg

Weil Flüchtlinge es nicht über die Grenze schaffen: Abholung in Ukraine geplant

Erstellt:

Kommentare

An der polnischen Grenze hat die Bus-Brücke bislang die Flüchtlinge aufgenommen. Doch immer weniger Ukrainer würden es überhaupt über die Grenze schaffen, daher plant die Initiative, Flüchtlinge nun direkt in der Ukraine abzuholen.
An der polnischen Grenze hat die Bus-Brücke bislang die Flüchtlinge aufgenommen. Doch immer weniger Ukrainer würden es überhaupt über die Grenze schaffen, daher plant die Initiative, Flüchtlinge nun direkt in der Ukraine abzuholen. © BRODHUN

Nach wie vor versuchen viele Ukrainer aus dem Kriegsgebiet zu flüchten. Die Zustände im Land machen es ihnen mittlerweile jedoch schwierig, überhaupt bis zur Grenze nach Polen zu kommen. Städte sind ohne Strom und Wasser. Busse und Züge fahren kaum noch oder gar nicht mehr. Da, wo die Plettenberger Initiative Bus-Brücke bisher Geflüchtete abgeholt hat, an der polnischen Grenze, kommen nur die Wenigsten noch an.

Plettenberg – „Wir haben uns deshalb dazu entschieden, in die Ukraine hineinzufahren und die Menschen direkt dort abzuholen“, kündigt Florian König, Initiator der Bus-Brücke, an.

Nach wie vor versuchen viele Ukrainer aus dem Kriegsgebiet zu flüchten. Die Zustände im Land machen es ihnen mittlerweile jedoch schwierig, überhaupt bis zur Grenze nach Polen zu kommen. Städte sind ohne Strom und Wasser. Busse und Züge fahren kaum noch oder gar nicht mehr. Da, wo die Plettenberger Initiative Bus-Brücke bisher Geflüchtete abgeholt hat, an der polnischen Grenze, kommen nur die Wenigsten noch an. „Wir haben uns deshalb dazu entschieden, in die Ukraine hineinzufahren und die Menschen direkt dort abzuholen“, kündigt Florian König, Initiator der Bus-Brücke, an.

„Natürlich ist uns klar, dass wir in ein Land reisen, in dem Krieg herrscht und die Aktion Gefahren mit sich bringt. Aber den Menschen muss geholfen werden. Und wenn sie es nicht mehr aus der Ukraine heraus schaffen, müssen wir eben in die Ukraine rein“, sagt König.

Geplant sei die Abholaktion für das Osterwochenende. Florian König plane, mit einigen weiteren Helfern zunächst nach Krakau zu fliegen, von dort soll die Gruppe nach Lwiw (deutsch Lemberg) gebracht werden, um Ukrainern die Flucht zu ermöglichen. Mit dem Reisebus – und hoffentlich vielen Menschen, die die Organisation retten kann – soll es dann am Ostersonntag zurück nach Deutschland gehen. Ebenfalls will sich Florian König im Rahmen dieser Tour mit Kontaktpersonen treffen, um zu erfahren, wie die heimische Initiative den Menschen noch weiter helfen kann und um das Netzwerk zu vergrößern.

Große Dankbarkeit für Spendenaktionen

Um den Geflüchteten hier im Sauerland eine adäquate Unterkunft anbieten zu können, werde nach wie vor dringend Wohnraum gesucht. Die Initiative möchte weiterhin vermeiden, Geflüchtete in Sammelunterkünften unterbringen zu müssen. „Wer Wohnraum zur Verfügung stellen kann, kann sich bei Vivien Köster melden“, sagt Albrecht Brodhun von der Bus-Brücke. Sie ist unter der Telefonnummer 0 171 -16 88 734 oder per E-Mail an busbruecke@akzente.org zu erreichen.

Mehrere Spendenaktionen fanden in den vergangenen Wochen zugunsten der Bus-Brücke statt. Das gespendete Geld soll für Integrationsangebote verwendet werden. Zum Beispiel für Sprachkurse oder für das für Ende April geplante, zweite große Familienfest. „Es ist toll, dass uns so viele mit Spenden unterstützen und die Solidarität nicht abreist“, lobt König und bedankt sich im Namen der Bus-Brücke herzlich bei allen Spendern und Unterstützern.

Auch interessant

Kommentare