Rund 40 Pakete an Bedürftige

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An diesen Stellen wird der Plettenberger Weihnachtschor an Heiligabend singen. Die Sänger starten an der Grünestraße und singen sich an der Steinkuhle ein. Wie traditionell üblich, wird der Abschluss um 22.30 Uhr an der Christuskirche stattfinden.

Die jahrhundertealte Tradition, an Heiligabend die Plettenberger mit einem Ständchen zu erfreuen, setzt der Plettenberger Weihnachtschor in diesem Jahr fort.

Dabei sammeln die Sänger auch Spenden, von denen Lebensmittelpäckchen für bedürftige Menschen in Plettenberg gepackt und unter anderem auch mit Hilfe der Kirchengemeinden vor Weihnachten verteilt werden. In diesem Jahr sollen rund 40 dieser Päckchen in den Tagen vor Weihnachten vergeben werden.

Zu seiner Tour an Heiligabend startet der Weihnachtschor in diesem Jahr mit dem Einsingen an der Steinkuhle. Anschließend geht es über den Landemerter Dorfplatz, den Landemerter Weg und dem Lehmweg zur Kreuzung Hechmecker Weg / Schubertstraße. Der Weihnachtschor setzt dann seinen Weg über die Kreuzung Hechmecker Weg / Wagnerstraße fort, macht einen Halt an der Viktoriastraße und wird dann gegen 20.00 Uhr in der Kirche St. Laurentius erwartet.

Anschließend ziehen die Sänger zur Königstraße, zur Ecke Fontanestraße / Kafkaweg bis zur Goethe- und Steinbrinkstraße. Den Abschluss des traditionellen Singens bildet wie gewohnt das Ständchen an der Christuskirche gegen 22.30 Uhr.

Die Mitglieder des Weihnachtschores werden dabei natürlich nicht die gesamte Strecke zu Fuß zurücklegen können – ein Bus der MVG wird die Sänger zu manchen Stationen fahren. Gesponsert wird der Bus in diesem Jahr von der Sparkasse.

Die Tradition des Weihnachtschores reicht über 500 Jahre zurück: Gegründet worden sein soll er 1479, nach anderen Quellen 1475. Der heimische Weihnachtschor wurde von ehemaligen Vorsingern der Kirche gegründet, die nach der Anschaffung einer Orgel für den Gottesdienst fast überflüssig geworden waren. Lediglich zur Lichtmesse an Heiligabend sollten die Vorsinger noch auftreten. Als diese Messe auf den Morgen verlegt worden war, wurde der Weihnachtschor gegründet. Die ehemaligen Vorsinger zogen fortan singend durch die Stadt an Heiligabend und erhielten dafür Gaben.

Noten besitzt der Chor nicht: Die Melodien wurden über die Jahrhunderte innerhalb der Sängerfamilien weitergegeben.

Noch zu Beginn des 18. Jahrhunderts trafen sich die Mitglieder des Weihnachtschores im Haus des Plettenberger Nachtwächters zu ihren Proben. Für die Bewirtung der Sänger, aber auch für die Ankündigung von Weihnachten und Neujahr, erhielt der Wächter eine Art Trinkgeld, das sogenannte „Niggejöhrken“.

Auch über die Grenzen der Vier-Täler-Stadt hinaus hat sich der Plettenberger Weihnachtschor längst einen Namen gemacht: 1949 soll die erste Platte mit Liedern des Chores für eine Sendung des NWDR aufgenommen worden sein. Keine zehn Jahre später kam der WDR erstmals zu Besuch.

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